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Zwei Milliarden Euro Fördermittel der Investitionsbank

09.03.2020 - Trend zu Nachhaltigkeit und Digitalisierung: Die Investitionsbank gewährt 2,3 Milliarden Euro Fördermittel in Schleswig-Holstein. Für 2020 rechnet das Institut mit abgeschwächtem Wirtschaftswachstum. Folgen einer möglichen Corona-Pandemie seien nicht abschätzbar.

  • Das Logo der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), aufgenommen in Kiel. Foto: picture alliance / Carsten Rehder/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), aufgenommen in Kiel. Foto: picture alliance / Carsten Rehder/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit 2,3 Milliarden Euro hat die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) die Wirtschaft im Norden im vergangenen Jahr unterstützt. «Wir spüren einen Hang bei Investitionen in Nachhaltigkeit und Digitalisierung», sagte Vorstandschef Erk Westermann-Lammers am Montag in Kiel. Die Summe der Förderdarlehen war 2018 mit 2,2 Milliarden Euro etwas geringer ausgefallen.

Ein Schwerbank der IB.SH bleibt die Förderung des Mietwohnungsbaus. 2019 wurde dieser mit 193 Millionen Euro gefördert. Dieser Wert habe zwar unter dem Rekord von 2018 (205 Millionen Euro) gelegen, fiel aber höher aus als der Durchschnitt der vergangenen Förderperiode (2015-2018) in Höhe von 171 Millionen Euro, sagte Westermann-Lammers. Steigende Kaltmieten bei Neubauten von mehr als elf Euro pro Quadratmeter machten auch die Förderung von Bauvorhaben für Haushalte mit mittlerem Einkommen nötig.

Das Institut förderte den Bau von 1093 Sozialwohnungen (2015-2018: im Durchschnitt 1059). Sie entstanden überwiegend im Hamburger Rand und in den kreisfreien Städten. Wohnberechtigt sei dort «durchaus der Mittelbau der Gesellschaft», sagte Westermann-Lammers. Der Bau bezahlbarer Wohnungen sei für Investoren wie Mieder lohnenswert. Durch geförderte energetische Maßnahmen an Wohnhäusern wurden laut Bank 2600 Tonnen Kohlendioxid eingespart, was dem Effekt von rund 200 Hektar neuem Wald entspreche.

Der Wohnungsbau laufe auf Hochtouren, sagte Westermann-Lammers. «Die Branche hat 2019 in Schleswig-Holstein erstmals mehr als eine Milliarde Umsatz gemacht.» Für Wohneigentum gab es im vergangenen Jahr 419 Millionen Euro Fördermittel (2018: 365 Millionen Euro). Gemeinsam mit den Hausbank verhalf die IB.SH 4473 Familien zu Wohneigentum (2018: 4467)

Dem Mittelstand stellte die Bank 511 Millionen Euro Fördermittel bereit (2018: 508 Millionen Euro). «Es ist uns wichtig, die mittelständische Unternehmenskultur im Land zu erhalten», sagte Westermann-Lammers. Mit dem Geld seien fast 1700 Arbeitsplätze geschaffen und mehr als 18 000 gehalten worden.

Die Bilanzsumme der Investitionsbank stieg 2019 auf 20,6 Milliarden Euro (2018: 20,0 Milliarden Euro). Das Ergebnis vor Risiko und Bewertung legte ebenfalls auf 77 Millionen Euro (2018: 69 Millionen Euro) zu. Der Zinsüberschuss stiegt auf 132 Millionen Euro (Vorjahr 121). Die Gesamtkapitalquote des Instituts betrage «solide 20 Prozent» (Vorjahr 19,5 Prozent), sagte Westermann-Lammers. Er sprach von einem stabilen Jahr.

Für das laufende Jahr erwartet die Bank ein abgeschwächtes Wirtschaftswachstum und eine mit 1,9 Milliarden Euro niedrigere Fördersumme. Neben den Auswirkungen des Austritts Großbritanniens aus der EU seien die Folgen einer möglichen Corona-Pandemie noch nicht genau abschätzbar.

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