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«Firewall für den Körper»: Hessen wirbt fürs Impfen

12.11.2019 - Die Comic-Figuren «Spy & Übel» sollen Kindern das Impfen näher bringen. Für jeden Piks beim Arzt gibt es ein Klebetattoo. Die Eltern will Minister Klose mit guten Argumenten motivieren, ans Impfen zu denken.

  • Kai Klose (Bündnis 90/Die Grünen), hessischer Gesundheitsminister. Foto: Boris Roessler/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kai Klose (Bündnis 90/Die Grünen), hessischer Gesundheitsminister. Foto: Boris Roessler/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens Gesundheitsminister Kai Klose will mehr Menschen zum Impfen bewegen. Die neue Kampagne «Firewall für den Körper» soll zunächst die Impfquoten unter Grundschülern steigern helfen, erläuterte der Grünen-Politiker am Dienstag in Wiesbaden. Nach und nach sollen weitere Altersgruppen gezielt angesprochen und an die empfohlenen Impfungen erinnert werden. Dazu zählen unter anderem eine Immunisierung gegen Masern, Tetanus oder Diphtherie

Flyer und Plakate mit dem Aufruf «Jetzt impfen!» sollen Eltern ermuntern, den Impfstatus ihrer Kinder im Blick zu behalten. Nach den Worten von Klose ist es außerdem noch nicht in jeder Hausarztpraxis zur Routine geworden, die Patienten gezielt nach ihrem Impfpass zu fragen. Dies solle sich ändern, sagte der Minister.

Das Ministerium will Klebetattoos mit den Maskottchen der Kampagne, den Comic-Figuren «Spy & Übel», an Kinderarztpraxen verteilen - für jedes geimpfte Kind. Die beiden Figuren sollen einen Virus und ein Bakterium verkörpern. Sie sind auch die Protagonisten von kurzen Videoclips rund ums Thema.

«Unser Ziel ist, dass das Impfen selbstverständlich wird und der Gemeinschaftsschutz, soweit er durch Impfungen erreicht werden kann, stärker ins Bewusstsein gelangt», sagte Klose. Bei einer Impfquote ab 95 Prozent gelten auch solche Menschen als geschützt, die sich beispielsweise aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen dürfen. Die Quote wird für die überwiegende Zahl der Impfungen in Hessen bei angehenden Schulkindern nicht erreicht.

Alle Informationen rund ums Impfen hat das Ministerium auf dem Internetportal impfen.hessen.de zusammengefasst. Nach den Worten von Klose geht es dort auch um Einwände gegen das Impfen. Nach Untersuchungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bezeichnen sich zwei bis vier Prozent der Deutschen als Impfgegner, rund fünf Prozent als Impfskeptiker, wie der Minister erläuterte.

Seit Frühjahr 2019 berät die «Landesarbeitsgemeinschaft Impfen», wie die Quoten in Hessen gesteigert werden können. In dem Gremium sind neben dem Gesundheitsministerium unter anderem die Landesärztekammer, die Kassenärztliche Vereinigung und der öffentliche Gesundheitsdienst vertreten.

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