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«Gutes Wespenjahr» in Hessen

13.08.2020 - Wespen am gemütlichen Frühstückstisch im Freien können ganz schön nerven. Wie jeden Sommer stellt sich die Frage: Wie viele von ihnen schwirren durch die Luft? Und wie vertreibt man sie am besten vom eigenen Frühstücksbrot?

  • Eine Wespe sitzt auf einem Marmeladenbrot. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Wespe sitzt auf einem Marmeladenbrot. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach Einschätzung der Umweltschutzorganisation Naturschutzbund (Nabu) dürften in diesem Jahr etwas mehr Wespen in Hessen umherschwirren als im Vorjahr. Sprecher Berthold Langenhorst sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei ein «gutes Wespenjahr». Die Zahl der Tiere hänge insbesondere von der Wetterlage im Frühling ab. Der sei dieses Jahr überwiegend warm gewesen, daher konnten sich die Insekten Langenhorst zufolge gut entwickeln. Die Zahl der Wespen wird nur geschätzt und basiert etwa auf Eindrücken von Insektenexperten, Imkern und Schädlingsbekämpfern.

Auch wenn Wespen am Frühstücks- oder Abendessenstisch im Freien als Quälgeister empfunden werden, sind sie laut Langenhorst sehr nützliche Tiere. Sie seien sehr gute Mückenfänger und als «Gesundheitspolizei» bekannt, da sie für die Weiterverwertung toter Insekten sorgten. Die Larven fütterten Wespen nämlich mit Fleisch, beispielsweise von toten Insekten. Auf dem Speiseplan der erwachsenen Tiere stehe dagegen Süßes, erklärte Langenhorst. Sobald die Fütterung der Larven im Spätsommer abgeschlossen sei, seien die Tiere nur noch auf der Suche nach eigenem Futter. «Ab Mitte August sind viele Arbeiterinnen «arbeitslos» und gehen dann auf Süßes los.»

Bei lästigem Besuch der Tiere am Frühstückstisch rät Langenhorst zu Ruhe. «Die Tiere sind nicht aggressiv, sie können nur ganz schlecht sehen.» Aufgrund der starken Kurzsichtigkeit, flögen sie meist nah an den Menschen heran, was einige als aggressives Verhalten fehldeuteten. In dieser Situation sollten die Tiere auf keinen Fall angepustet werden, da das ausgestoßene Kohlenstoffdioxid ein Warnsignal für die Tiere sei, erklärte Langenhorst.

Um die Wespen zu vertreiben, könne eine Ablenk-Fütterung helfen. Mit «interessanten süßen Lebensmitteln» könnten die Tiere vom eigenen Frühstück weggelockt werden. Besonders leicht vergorene Trauben seien bei Wespen beliebt.

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