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«Liebeswahn»: Gericht weist Stalker in Psychiatrie ein

05.02.2020 - Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Ein Stalker, der einer Frau zwölf Jahre im «Liebeswahn» lang massiv nachgestellt hat, ist vom Landgericht Frankfurt dauerhaft in die Psychiatrie eingewiesen worden. Die Strafkammer verhängte am Mittwoch zudem drei Jahre Haft wegen Nachstellens, gefährlicher Körperverletzung und versuchter räuberischer Erpressung. Direkt nach der Urteilsverkündung wurde der Angeklagte im Gerichtssaal festgenommen und kam anschließend in ein psychiatrisches Krankenhaus (AZ 3440 Js 224130/16).

  • Auf einer Richterbank liegt ein hölzerner Richterhammer. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auf einer Richterbank liegt ein hölzerner Richterhammer. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Laut Urteil hatte der Angeklagte die Frau seit 2008 teilweise auf Schritt und Tritt verfolgt. Er hielt sich dabei weder an gerichtliche Kontaktverbote noch an mehrere Hausverbote in dem Krankenhaus, in dem die 32-Jährige arbeitete. Dabei wurde er gegen Familienmitglieder der Frau gewalttätig. Die räuberische Erpressung wurde an einem Kiosk in der Nähe seiner Wohnung begangen.

«Ihr unbehandelter Liebeswahn hält an», sagte der Vorsitzende Richter zu dem Verurteilten. Als «psychotischer Stalker ohne direkte Beziehung» sei er deshalb eine Gefahr für die Allgemeinheit geworden. In dem mehrwöchigen Prozess hatte sich der Angeklagte nur vage zu den Vorwürfen geäußert und dabei von Bedrohungen und Aggressionen der Anderen gesprochen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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