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«Rosinenbomber» sitzen fest: Eine Maschine landet in Faßberg

12.06.2019 - Die «Rosinenbomber» kehren in die Heide zurück - zumindest für kurze Zeit. Am Mittwoch gab es aber zunächst lange Gesichter: Nur eine einzige Maschine kam, die anderen hingen wegen schlechten Wetters bei Wiesbaden fest. Nun hoffen die Piloten auf Donnerstag.

  • Eine Douglas DC-3 steht am Flughafen Paderborn-Lippstadt. Foto: Guido Kirchner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Douglas DC-3 steht am Flughafen Paderborn-Lippstadt. Foto: Guido Kirchner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Faßberg (dpa/lni) - Schlechtes Wetter hat die für Mittwoch geplante Ankunft von knapp 20 «Rosinenbombern» in Faßberg ausgebremst. Nur eine einzige Maschine traf am späten Nachmittag auf dem Fliegerhorst der Bundeswehr ein - unmittelbar vor einem aufziehenden Gewitter. An Bord waren mehrere Techniker, die für die Ankunft der übrigen Maschinen am Donnerstag alles vorbereiten wollten. Die anderen «Rosinenbomber» saßen in der Nähe von Wiesbaden fest, wie der Mit-Organisator der Veranstaltung, der Vorsitzende des Fördervereins Luftbrücke Berlin 70, Thomas Keller, sagte.

Von Erbenheim bei Wiesbaden wollen die übrigen Propellerflugzeuge vom Typ DC-3 am Donnerstag Richtung Niedersachsen abheben, um von dort später auch Nordholz und das schleswig-holsteinische Jagel anzusteuern.

Mit der Aktion wollen sie an die Berliner Luftbrücke vor 70 Jahren erinnern. Der Fliegerhorst Faßberg war einer der wichtigsten Pfeiler der Luftbrücke der Alliierten 1948/1949 nach Berlin, unter anderem wurde von dort die Versorgung Berlins mit Kohle sichergestellt.

Am Samstag und Sonntag (15./16. Juni) wollen die «Rosinenbomber» Berlin überfliegen. In Faßberg soll am Samstag beim «Tag der Bundeswehr» an die Luftbrücke erinnert werden, die Veranstalter erwarten wie in Wiesbaden Zehntausende Besucher.

Noch unklar ist, ob in Faßberg auch der 98 Jahre alte US-Pilot Gail Halvorsen dabei sein wird. Er warf während der sowjetischen Blockade Süßigkeiten für die Berliner Kinder ab und wurde als erster «Candy Bomber» Symbol für die Aktion.

Mit mehr als 270 000 Flügen versorgten Briten und Amerikaner von Juni 1948 an die damals gut zwei Millionen Einwohner West-Berlins. Zuvor hatte die Sowjetunion Straßen, Schienen und Wasserwege sperren und Strom abschalten lassen. Die Luftbrücke brachte für das eingeschlossene West-Berlin die Wende.

Auch in Niedersachsen und andernorts profitierten viele Menschen von der Luftbrücke, sie brachte in den Nachkriegsjahren Jobs und Einnahmequellen. «Die Luftbrücke war ein einmaliges Zeichen der Völkerverständigung - wir bringen sie zurück», sagte Organisator Keller.

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