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«Wir sind mehr»: Demonstration gegen Rechtsruck in Frankfurt

13.10.2018 - Zwei Wochen vor der hessischen Landtagswahl haben mehrere Tausend Menschen in Frankfurt vor dem Einzug der AfD in den Wiesbadener Landtag gewarnt. Sie demonstrierten gegen einen Rechtsruck und für eine offene Gesellschaft.

  • Zahlreiche Menschen nehmen an einer Demonstration am Aktionstag des Bündnisses «Keine AfD in den Landtag» Teil. Foto: Silas Stein © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zahlreiche Menschen nehmen an einer Demonstration am Aktionstag des Bündnisses «Keine AfD in den Landtag» Teil. Foto: Silas Stein © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Unter dem Motto «Wir sind mehr» haben am Samstag in Frankfurt Tausende gegen einen Rechtsruck in Deutschland demonstriert. Mit Bühnenwagen und Musik formierte sich der Zug in der Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofs. Zu der Veranstaltung gut zwei Wochen vor der hessischen Landtagswahl hat der Verein «Lautstark gegen Rechts» mit einem Bündnis von rund 40 Initiativen, Parteien und Gewerkschaften aufgerufen. Die Organisatoren rechneten mit 8000 bis 10 000 Teilnehmern, zunächst hatten sich nach Polizeiangaben etwa 3000 Menschen versammelt.

«Das Böse ist banal - die Afd auch», hieß es auf einem Transparent. Mehrere Redner warnten davor, die Partei zu unterschätzen, die auch in Hessen in zwei Wochen Chancen hat, über die fünf Prozent-Hürde zu kommen und in den Landtag einzuziehen. «Das ist keine normale politische Partei, sondern eine gefährliche und in weiten Teilen demokratiefeindliche Bewegung», warnte einer der Redner, ehe sich der Demonstrationszug in Gang setzte.

Weitere Themen der Demonstration waren die Solidarität mit Flüchtlingen sowie die Ablehnung von Abschiebungen in Krisengebiete. «Menschenhass und Rassismus dürfen nie wieder die Antwort sein», sagte die Sprecherin einer Initiative.

Der Zug durch die Stadt sollte am Abend mit einem Konzert auf dem Frankfurter Roßmarkt enden. Neben Auftritten von Bands und DJs sowie Redebeiträgen sollte es dort auch Videobotschaften von Holocaust-Überlebenden geben. Aktionen gegen einen Einzug der AfD in den Wiesbadener Landtag gab es am Samstag auch in anderen hessischen Städten: Das Bündnis «Keine AfD in den Landtag» berichtete von landesweit 15 geplanten Aktionen in zwölf Städten, darunter Darmstadt und Gießen.

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