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Anklage gegen drei mutmaßliche Geldautomatensprenger erhoben

08.09.2020 - Geldautomaten werden immer wieder zum Ziel für Kriminelle. Jetzt soll drei mutmaßlichen Mitgliedern einer Bande von Geldautomatensprengern in Fulda der Prozess gemacht werden.

  • Ein Richterhammer liegt auf einem Tisch. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Richterhammer liegt auf einem Tisch. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach einer Reihe von Geldautomatensprengungen hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen drei der mutmaßlichen Täter erhoben. Gegen die Männer bestehe der Verdacht des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des schweren Bandendiebstahls in jeweils drei Fällen, der Verdacht der Vorbereitung eines Explosionsverbrechens in zwei Fällen sowie der Sachbeschädigung, teilte die Behörde am Dienstag mit. Die Anklage sei bei der Großen Strafkammer des Landgerichts Fulda erhoben worden.

Die Männer im Alter von 40, 42 und 45 Jahren sollen sich Anfang 2017 mit weiteren Verdächtigen in Ungarn zu einer Bande zusammengeschlossen haben und ab Oktober 2017 nach Deutschland eingereist sein, um Geldautomaten aufzusprengen. Die Generalstaatsanwaltschaft legt ihnen zur Last, jeweils mindestens zu zweit in wechselnder Besetzung Bankfilialen in Sachsen und Osthessen betreten und aus mitgebrachten Gasflaschen ein Gasgemisch in den Geldausgabeschacht der Automaten eingeleitet und per Fernzündung zur Explosion gebracht zu haben.

In zwei Fällen im Dezember 2018 im sächsischen Bad Gottleuba-Berggießhübel sowie in Dresden sei es jeweils nicht zur Explosion gekommen. In zwei weiteren Fällen im Oktober 2017 in Nüsttal-Hofaschenbach (Landkreis Fulda) und im Februar 2018 in Hohenroda-Mansbach (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) habe es zwar Explosionen gegeben, doch soll es den Angeklagten nicht gelungen sein, Bargeld zu entwenden. Im Dezember 2017 hingegen sollen sie nach der Sprengung eines Automaten in Kalbach-Uttrichshausen (Landkreis Fulda) 264 260 Euro erbeutet haben. Am Gebäude und der Filialeinrichtung sei zudem einen Schaden von rund 44 000 Euro entstanden.

Im Rahmen umfangreicher Ermittlungen hätten sich Hinweise auf eine ausländische Tätergruppierung ergeben, hieß es. Die drei Angeklagten wurden im Dezember 2019 festgenommen, seither sitzen sie in Untersuchungshaft. Bei Durchsuchungen hätten die Ermittler zahlreiche Beweismittel gefunden. Gegen weitere mutmaßliche Angehörige der Gruppierung dauern die Ermittlungen an. Die Hauptverhandlung gegen die drei Angeklagten ist ab 6. Oktober vor dem Landgericht Fulda geplant.

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