Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Auch Gerichtshof bestätigt Tier-Tötung wegen Geflügelpest

19.01.2021 - Der hessische Verwaltungsgerichtshof hat die angeordneten Tötungen von Vögeln auf einem privaten Grundstück im Vogelsbergkreis nach einem Ausbruch der Geflügelpest bestätigt. Die Kasseler Richter hätten die Beschwerde eines Tierhalters aus Freiensteinau abgelehnt, sagte ein Justizsprecher am Dienstag. Der Gerichtshof bestätigte damit eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen. Nach Ansicht der Richter hatte der Hobbytierhalter die Vögel nicht ausreichend räumlich getrennt. Der Beschluss ist unanfechtbar (Az.: 8 B 103/21).

  • Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht angebracht. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht angebracht. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Laut Gericht hielt der Kläger auf seinem Grundstück Eulen, Kolkraben, Nandus, Gänse und weitere Tiere in Volieren und Ställen. Nach dem Auftreten der auch Vogelgrippe genannten Krankheit bei Pfauen ordnete der Vogelsbergkreis die Tötung der meisten Vögel an. Der Halter wehrte sich und argumentierte, dass es bei anderen Tieren keine Anzeichen einer Infektion gebe und die Tiere getrennt gehalten würden. Der Verwaltungsgerichtshof sah das anders: Vielmehr zeige ein Gutachten Gefährdungsfaktoren im Betrieb des Antragstellers wie die gemeinsame Haltung von verschiedenen Tieren.

Der Vogelsbergkreis erklärte, mit der VGH-Entscheidung seien nun alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft. «Bei allem Verständnis und Bedauern muss die tierseuchenrechtliche Tötungsanordnung im Laufe dieser Woche umgesetzt werden», so der Landkreis. Alle Tiere im Bestand des Halters müssten laut Geflügelpestverordnung getötet werden, um eine Ausbreitung der hochansteckenden Krankheit zu verhindern.

Ende des vergangenen Jahres war in Hessen zunächst bei toten Schwänen die Virusinfektion festgestellt worden. Eine Übertragung auf den Menschen ist laut dem Land unwahrscheinlich.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren