Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Auch Polizei ist im «Corona-Modus»: Fokus auf Online-Wachen

04.04.2020 - Einweghandschuhe und Desinfektionsmittel im Streifenwagen gehören bei hessischen Polizisten schon länger zum Berufsalltag. Derzeit sind sie besonders notwendig. Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen in den Dienststellen der Polizei.

  • Ein Lautsprecherwagen der Polizei fährt am südlichen Mainufer entlang. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Lautsprecherwagen der Polizei fährt am südlichen Mainufer entlang. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kontaktverbote durchsetzen und rechtsfreie Räume verhindern, aber gleichzeitig die eigene Gesundheit nicht gefährden: Die Covid-19-Lage greift auch in den Arbeitsalltag der Polizei ein. «Wir haben alles komplett dem Modus Corona angepasst», sagte Andreas Grün, der hessische Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP). «Wir fahren momentan alles auf absolute Mindeststärke runter, damit immer ein Teil der Kollegen zu Hause ist.» Es werde zudem versucht, innerhalb der Dienststellen eine räumliche Trennung zu schaffen. «Die Devise ist derzeit, mögliche Infektionsketten so klein wie möglich zu halten», sagte Grün.

Auch der unmittelbare Bürgerkontakt wird daher nach Möglichkeit eingeschränkt. «Bürgerinnen und Bürger sollten nur in dringenden und unaufschiebbaren Angelegenheiten ihre zuständige Polizeidienststelle aufsuchen», sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen in Offenbach. Besuche sollten möglichst angekündigt werden. Unter der Notrufnummer 110 ist die Polizei zudem weiterhin rund um die Uhr erreichbar.

Anzeigen müssten nicht unbedingt vor Ort erstattet werden, betonte ein Sprecher des Frankfurter Polizeipräsidiums. «Dafür gibt es in Hessen die Möglichkeit der Strafanzeigenerstattung über die Onlinewache.»

Nach schweren Straftaten geht es allerdings nicht ohne direkten Kontakt. Vernehmungen von Tatverdächtigen und Zeugen ließen sich dann auch nicht aufschieben, so Grün, sondern fänden unter Einhaltung von Sicherheitsabstand und Hygienevorschriften statt. «Momentan kommen wir ganz gut über die Runden», sagte der Gewerkschaftssprecher über die Rückmeldungen aus den Dienststellen und Präsidien.

Übrigens: Die hessische Polizei hat bereits seit 2009 Maßnahmen eingeführt, um mögliche Infektionsgefahren im Berufsalltag zu mindern. Hessische Polizisten führen in jedem Streifenwagen eine persönliche Schutzausstattung für eine Hygienevorsorge mit, darunter Einweghandschuhe, Mundschutz oder Desinfektionsmittel.

Auch auf der Webseite der hessischen Polizeibehörden heißt es, die Einsatzfähigkeit der Polizei sei weiterhin rund um die Uhr gewährleistet. «Rechtsfreie Räume werden auch angesichts der aktuellen Infektionsentwicklung nicht geduldet.»

In der Regel sorgt das Verhalten der meisten Menschen angesichts der Einschränkungen und Kontaktverbote aber nicht zu zusätzlichen Belastungen der Polizei, hieß es. «Der Großteil der Frankfurter Bevölkerung hält sich weiterhin an die Vorgaben», sagte der Sprecher. Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen würden nach wie vor vor allem auf Spielplätzen und in Sport- und Parkanlagen festgestellt. Die Mehrzahl der angetroffenen Menschen reagierten zwar vernünftig, doch mitunter müssten Platzverweise ausgesprochen werden.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren