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Bauern demonstrieren gegen Vorwürfe zum Artensterben

28.05.2020 - Mit Traktoren-Konvois haben sich auch Landwirte in Hessen an bundesweiten Protesten beteiligt. In Wiesbaden fuhren nach Polizei-Angaben 54 Traktoren durch die Innenstadt und kamen zu einer Abschlusskundgebung vor der Geschäftsstelle der Hessen-SPD zusammen. Die Polizei hatte keine Zwischenfälle zu berichten. «Die Lage war ruhig. Es kam aber zu Verkehrsbehinderungen», sagte ein Polizeisprecher in der Landeshauptstadt. In Wetzlar beteiligten sich ebenfalls mehr als 50 Traktoren. Beim Naturschutzbund Hessen übergaben sie ein Protestschreiben, wie die Polizei mitteilte.

  • Landwirte aus Hessen demonstrieren mit ihren Traktoren. Foto: Boris Roessler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Landwirte aus Hessen demonstrieren mit ihren Traktoren. Foto: Boris Roessler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Landwirte protestierten gegen die Agrarpolitik und den Vorwurf, erhebliche Verantwortung am Artensterben zu tragen. Explizit richtete sich der Unmut gegen Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Die Politikerin hatte in der vergangenen Woche in einem Regierungsbericht zur Lage der Natur Deutschlands die intensive Landwirtschaft für den Artenrückgang verantwortlich gemacht. Zuviel Dünger und Pestizide würden auf den Äckern eingesetzt, hieß es.

Die Landwirte hätten es satt, zum Sündenbock einer verfehlten Naturschutzpolitik gemacht zu werden, hieß es in einer Mitteilung der Initiative «Land schafft Verbindung». Sie hatten daraufhin bundesweit zu Protesten aufgerufen. In Münster, woher Schulze stammt, sollte am Donnerstag die größte Demonstration stattfinden.

Die Initiative «Land schafft Verbindung» betonte, dass man den Rückgang der Artenvielfalt ganzheitlich betrachten und untersuchen müsse. Die Schuld dürfe nicht den Bauern in die Schuhe geschoben werden. Der Natur würden durch Baumaßnahmen im Siedlungsbereich und Verkehrswesen viele Flächen entzogen. Der Ausbau von Straßen und des Mobilfunknetzes sowie nächtliche Beleuchtung durch Laternen sorgten ebenfalls für den Verlust von Lebensraum für Insekten, die für die Landwirtschaft und die Biodiversität wichtig seien.

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