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Betrugsverdachts: Durchsuchungen bei Awo-Verantwortlichen

14.01.2020 - Ermittelt wird schon seit Monaten, am Dienstagmorgen stehen Polizei und Staatsanwälte vor den Türen mehrerer Awo-Verantwortlicher. Es geht um Betrugs- und Untreue-Vorwürfe.

  • Das Logo der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist an einem Gebäude im Ostend der Stadt zu sehen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist an einem Gebäude im Ostend der Stadt zu sehen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Mehr als 80 Beamte von Polizei und Staatsanwaltschaft haben am Dienstag mehrere Wohnungen und Büros von Verantwortlichen der Frankfurter und der Wiesbadener Arbeiterwohlfahrt (Awo) durchsucht. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft teilte mit, Durchsuchungen liefen in sechs Privatwohnungen und acht Geschäftsräumen in Frankfurt, Wiesbaden, Berlin, Bad Schwalbach (Rheingau-Taunus-Kreis) und Schöneck (Main-Kinzig-Kreis).

In dem Ermittlungsverfahren, das durch eine anonyme Strafanzeige und Berichterstattung in den Medien in Gang gekommen sei, gehe es um Betrug zum Nachteil der Stadt Frankfurt, hieß es weiter. Die Untersuchung habe den Betrieb von zwei Flüchtlingsunterkünften und «insoweit falsch abgerechnete Personalkosten im hohen sechsstelligen Bereich» zum Gegenstand, hieß es.

Zum anderen bestehe der Verdacht der Untreue zum Nachteil der Awo wegen der Vereinbarung und Entgegennahme satzungswidriger Vergütungen beziehungsweise ungerechtfertigter Honorarzahlungen sowie der Gewährung einer überhöhten Dienstwagenpauschale. Die sechs Awo-Verantwortlichen hätten bei der Organisation in Frankfurt beziehungsweise Wiesbaden - teilweise in beiden Kreisverbänden gleichzeitig - zum Teil ehrenamtlich in leitende Funktionen gehabt. Im Zuge der Durchsuchungen seien zahlreiche Geschäftsunterlagen in schriftlicher und elektronischer Form sichergestellt worden.

Medienberichte über eine überhöhte Bezahlung der damaligen Lebensgefährtin und späteren Ehefrau des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann (SPD) als Leiterin einer deutsch-türkischen Kindertagesstätte hatten am Anfang einer Reihe von Berichten über hohe Gehälter und teure Dienstwagen für einige Mitarbeiter des Frankfurter Awo-Kreisverbands gestanden.

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