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Bewährungsstrafen für Vater und Sohn nach Gewaltausübung

06.01.2020 - Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Wegen einer schweren Attacke mit Schlägen und Tritten gegen einen Passanten in einer Frankfurter Fußgängerzone sind die beiden Täter zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Der 50 Jahre alte Vater erhielt zwei Jahre, sein 21 Jahre alter Sohn ein Jahr und acht Monate Jugendstrafe. Das Landgericht ging am Montag bei beiden Angeklagten von gefährlicher Körperverletzung aus, weil es am Tötungsvorsatz gefehlt habe. (AZ 4690 Js 207319/18)

  • Der Eingang des Landgerichts in Frankfurt am Main ist zu sehen. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Eingang des Landgerichts in Frankfurt am Main ist zu sehen. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Opfer war im Dezember 2017 zunächst von dem Sohn ohne Grund angegangen worden. Bei einer zweiten Begegnung kurz danach brachten Vater und Sohn den 44-Jährigen mit Schlägen und Tritten zu Boden. Das Opfer stieß gegen ein Auto sowie den Bordstein und erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen. Während der Vater das blutende Opfer festhielt, trat der Sohn weiter zu. Beide Täter waren nach einer vorausgegangenen längeren Weihnachtsfeier erheblich alkoholisiert.

In dem seit September laufenden Verfahren gaben die beiden Männer lediglich Teilgeständnisse ab. Gleichwohl einigte sich der Vater schon während des Prozesses mit dem Verletzten im Rahmen eines «Täter-Opfer-Ausgleichs» auf eine Schmerzensgeldzahlung von 90 000 Euro. Das Gericht bestimmte nun die Zahlung weiterer 10 000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung sowie Arbeitsstunden als Bewährungsauflagen. Auch der Sohn muss gemeinnützig arbeiten sowie an einem Anti-Gewalt-Seminar und einer Alkoholberatung teilnehmen. Das Opfer hatte die Entschuldigung beider im Gerichtssaal angenommen. Zusätzlich wurde die stark eingeschränkte Schuldfähigkeit strafmildernd angenommen.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Verteidigung des Vaters hatte lediglich eine Geldstrafe beantragt und auch der Rechtsanwalt des Sohnes forderte eine weit unter dem Urteil liegende Bewährungsstrafe.

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