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Bouffier schließt vorzeitigen Rückzug nicht aus

01.09.2019 - Seit neun Jahren führt Volker Bouffier die hessische Landesregierung. Bleibt der 67-Jährige noch einmal eine ganze Legislaturperiode im Amt?

  • Volker Bouffier (CDU), Ministerpräsident von Hessen. Foto: Swen Pförtner/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Volker Bouffier (CDU), Ministerpräsident von Hessen. Foto: Swen Pförtner/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Frankfurt/Wiesbaden (dpa) - Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) schließt einen vorzeitigen Rückzug aus dem Amt nicht aus. Im Sommerinterview des Hessischen Rundfunks antwortete der 67-Jährige auf die Frage, ob er ähnlich wie sein Vorgänger Roland Koch einem möglichen Nachfolger den Vorteil geben könnte, als Ministerpräsident in den Wahlkampf zu gehen: «Das werden wir dann beraten, wenn es soweit ist. Aber dafür spricht viel.»

Bouffier ist seit neun Jahren Regierungschef in Hessen. Am 18. Januar dieses Jahres war er zum dritten Mal in dieses Amt gewählt worden. Ende August 2010 hatte der langjährige hessische Innenminister das Amt während der Legislaturperiode von seinem Parteikollegen Koch übernommen, der nach elf Jahren als Regierungschef seinen Rückzug aus der Politik ankündigte und in die Wirtschaft wechselte.

Bouffier führte dann zunächst eine Regierungskoalition aus CDU und FDP, bevor die hessischen Christdemokraten 2014 das erste Bündnis mit den Grünen in einem Flächenland eingingen. Die schwarz-grüne Koalition wurde nach der Landtagswahl im vergangenen Oktober neu aufgelegt. Die aktuelle Legislaturperiode läuft fünf Jahre bis Mitte Januar 2024.

Die Staatskanzlei Wiesbaden hatte Ende Februar mitgeteilt, dass sich Bouffier wegen einer Hautkrebsdiagnose ambulant behandeln lasse. Nach einer Strahlentherapie verbrachte er noch einige Zeit zur Rehabilitation in Süddeutschland. Am 30. April trat er das erste Mal wieder öffentlich auf, bei einem Besuch der Internationalen Maifestspiele in Wiesbaden.

Mitte Mai hatte sich Bouffier in einem Interview zuversichtlich geäußert: «Nach einer schwierigen Lebensphase freue ich mich jetzt, dass ich wieder arbeiten kann. Das möchte ich noch eine ganze Weile tun», sagte er der «Frankfurter Neuen Presse».

Die Erkrankung gelte im Moment als besiegt, sagte Bouffier nun dem Hessischen Rundfunk. «Wenn das weiter so bleibt, werde ich meine Aufgabe mit Freude und voller Kraft machen», fügte der Regierungschef hinzu. «Und wenn dann der Punkt kommt, wo man sagt «Jetzt ist es mal gut», gehe ich davon aus, dass die hessische CDU wie bisher auch eine klare Antwort gibt.»

Mit Blick auf die Landtagswahlen am Sonntag in Sachsen und Brandenburg wandte sich Bouffier gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD: «Wir würden politischen Selbstmord begehen als CDU, wenn wir an dieser Front einknicken», sagte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende.

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