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Bouffier und Beuth gehen am häufigsten in die Luft

08.12.2019 - Die Polizei in Hessen besitzt eine kleine Fliegerstaffel. Wenn es schnell gehen muss, sitzt auch schon mal der Ministerpräsident oder ein Minister in einem Helikopter. In den letzten Jahren haben vor allem zwei Kabinettsmitglieder die Dienste der Polizei genutzt.

  • Ein Polizeihubschrauber kreist über eine Sperrzone in Hanau. Foto: Arne Dedert/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Polizeihubschrauber kreist über eine Sperrzone in Hanau. Foto: Arne Dedert/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und Innenminister Peter Beuth (beide CDU) sind die beiden Vielflieger in der schwarz-grünen Landesregierung - zumindest was Flüge mit einem Polizeihubschrauber betrifft. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Günter Rudolph hervor.

Zusammen mit einer früheren Landtagsanfrage der SPD aus dem Jahr 2018 ergibt sich, dass die hessische Polizeifliegerstaffel zwischen Juni 2015 und August 2019 insgesamt 42 Mal von Kabinettsmitgliedern genutzt wurde. Alleine 32 Flüge entfielen auf Regierungschef Bouffier. Innenminister Beuth, zugleich oberster Dienstherr der Polizei, war 9 Mal mit der Polizei-Fliegerstaffel unterwegs. Zuerst hatte die «Bild»-Zeitung über die Flüge von Mitgliedern der Landesregierung berichtet.

Zum Vergleich: Nach einer Auflistung des hessischen Innenministeriums sind die Polizeihubschrauber etwa im Jahr 2018 mehr als 2500 Mal zu Einsätzen abgehoben. In diesem Jahr sind bis Anfang Dezember etwa 2480 Einsätze zusammengekommen, zu denen auch die Aus- und Fortbildung zählt.

Grundsätzlich können Mitglieder der Landesregierung die Flugbereitschaft in Anspruch nehmen, wenn sie dienstlich unterwegs sind, es eilig haben und dadurch keine Einsatzflüge der Polizei beeinträchtigen. Nach Darstellung des Innenministeriums werden Flüge mit Mitgliedern der Landesregierung zugleich für Schulungszwecke genutzt, etwa für den Instrumentenflug. «Alternativ müssten extra Trainingsflüge durchgeführt werden», heißt es.

Zur Fliegerstaffel der hessischen Polizei zählen derzeit drei Hubschrauber vom Typ Eurocopter 145 sowie ein Kleinflugzeug vom Typ Vulcanair P68 Observer 2. Zu den Aufgaben gehört unter anderem die Überwachung von Gewässern, die Suche nach Vermissten oder auch der Transport von Spezialkräften. Die Fliegerstaffel ist stationiert auf dem Flugplatz Egelsbach, der etwa auf halber Strecke zwischen Frankfurt und Darmstadt liegt. Erstmals war die hessische Polizei 1964 mit einem eigenen Helikopter in die Luft gegangen.

Eine Stunde Flug mit dem Polizeihubschrauber kostet übrigens knapp 1300 Euro. Hinzu kommen die Personalkosten für die in der Regel dreiköpfige Besatzung, die sich auf knapp 200 Euro pro Stunde belaufen.

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