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Buchmesse plant umfangreiches Digitalprogramm

14.07.2020 - Die Frankfurter Buchmesse will im Corona-Jahr mit einem starken digitalen Programm auftreten und wird dabei auch von der Bundesregierung unterstützt. Die Bücherschau werde auf dem Messegelände, in der Stadt Frankfurt aber auch weltweit im Netz stattfinden, sagte der Direktor der Buchmesse, Juergen Boos, am Dienstag. Der digitale Auftritt könne das Profil der Buchmesse stärken und sei zudem «eine einmalige Chance, für die nächsten Jahre die Weichen zu stellen».

  • Das Logo der Frankfurter Buchmesse auf einem Wegweiser auf dem Messegelände. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo der Frankfurter Buchmesse auf einem Wegweiser auf dem Messegelände. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hatte gerade angekündigt, die diesjährige Messe mit vier Millionen Euro zu fördern. Mit der einen Hälfte der Mittel soll der Auftritt von kleinen und mittleren Verlagen subventioniert werden. Die andere Hälfte soll in das digitale Programm fließen. Sie begrüße es sehr, «dass die weltweit größte Buchmesse trotz der erschwerten Bedingungen stattfindet», hatte Grütters erklärt. «Unsere Förderung verstehe ich als ein Signal der Zuversicht an die gesamte Branche.»

Der digitale Auftritt sei wichtig, «für all diejenigen, die nicht reisen und nicht nach Frankfurt kommen können», sagte Boos. Unter dem Motto «All together now» sollen Verlage, Fachteilnehmer und Literaturfans im virtuellen Raum zusammengebracht werden.

Ein Großteil des digitalen Programms wird über die Webseite der Messe ( www.buchmesse.de) gesendet. Eine Premiere ist die «ARD Buchmessenbühne», mit der erstmals die Festhalle bespielt wird. Das Programm des Senders und weiterer Medienpartner wird per Livestream übertragen. Dank der großen Fläche könnten die Veranstaltungen, wenn die Bedingungen so bleiben, vor Publikum ausgetragen werden, hieß es.

Hinzu kommt das eintägige «Bookfest», das im Netz übertragen wird. Auch das Gastland Kanada, das den physischen Auftritt um ein Jahr verschiebt, plant eine umfangreiche virtuelle Präsenz.

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