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Bundespolizei ist bei CT-Gepäckscannern weiter skeptisch

18.12.2019 - Frankfurt/Main (dpa) - Im Streit um langsame Passagierkontrollen am Flughafen Frankfurt sieht die Bundespolizei die anderenorts bereits eingesetzten CT-Gepäckscanner weiter skeptisch und hält an den geplanten Tests fest. Die neuartigen Geräte «erfüllen derzeit noch nicht die nationalen Anforderungen und weisen nach bisherigem Kenntnisstand noch keinen operativen Mehrwert zu den aktuell verfügbaren Kontrollgeräten auf», heißt es in einer schriftlichen Antwort auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

  • Das Handgepäck von Flugreisenden läuft zu einem Gepäckscanner. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Handgepäck von Flugreisenden läuft zu einem Gepäckscanner. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Flughafenbetreiber Fraport hat den sofortigen Einsatz der Geräte verlangt, die bereits in München und anderen europäischen Flughäfen eingesetzt sind. Die Scanner durchleuchten das Handgepäck mit der aus der Medizin bekannten Technik der Computer-Tomographie (CT). Statt wenigen Aufsichtsbildern entstehen ohne Tempoverlust bis zu 800 Aufnahmen des Gepäckstücks, was am Bildschirm dreidimensionale Ansichten und die schichtweise Durchleuchtung ermöglicht. Laptops und Flüssigkeiten könnten künftig im Handgepäck bleiben, der komplette Ablauf würde schneller.

Man untersuche gerade ganzheitlich die Leistungsfähigkeit von CT-basierten Gepäckanlagen, teilte die Bundespolizei am Mittwoch weiterhin mit. Überprüft würden die Kontrollabläufe sowie das Zusammenwirken menschlicher und technischer Faktoren. Dabei würden auch die Erkenntnisse aus München und von anderen EU-Flughäfen «berücksichtigt». Zudem sind Testläufe in Köln vorgesehen.

Zu Beginn der Weihnachtsferien werden am Frankfurter Flughafen wieder lange Warteschlangen an den Passagier- und Handgepäckkontrollen erwartet. Betreiber Fraport hat die Passagiere aufgefordert, sich bereits 2,5 Stunden vor Abflug einzufinden.

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