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Bundeswehr transportiert Material für US-Militärübung

01.02.2020 - Die militärische US-Großübung «Defender Europe 20» ist auch in Hessen spürbar. Die Bundeswehr unterstützt den Nato-Partner mit Materialtransporten auf Lastwagen. Gegen die Militärübung regt sich Protest, am Samstag versammeln sich 100 Menschen zu einer Mahnwache.

  • Die Fahne von Deutschland ist auf dem Uniform eines Soldaten zu sehen. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Fahne von Deutschland ist auf dem Uniform eines Soldaten zu sehen. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die Bundeswehr in Hessen wird regelmäßig mit Transporten an der militärischen US-Großübung «Defender Europe 20» beteiligt sein. Nach einer ersten Unterstützung am 27. Januar fänden im weiteren Verlauf der Übung je nach Bedarf immer wieder Transporte statt, teilte Oberstleutnant Meinrad Angermayer vom Landeskommando Hessen in Wiesbaden mit. Hierbei handele es sich um Container mit Versorgungs- und Sanitätsmaterial, die auf militärischen Lastwagen von Mannheim nach Fritzlar in Nordhessen gebracht werden. Dort befinde sich ein Umschlagpunkt, wo die Container auf US-Lkw umgeladen und weiter transportiert werden, erläuterte Angermayer.

Das US-Militär will mit «Defender Europe 20» in den nächsten Wochen die Verlegung von Truppen aus den USA nach Polen und ins Baltikum üben. Nach Angaben der US-Streitkräfte sollen 37 000 Soldaten teilnehmen. Geplant ist die umfangreichste Truppenverlegung aus den USA nach Europa der vergangenen 25 Jahre.

Kritiker sehen in der Aktion ein unnötiges Säbelrasseln. Am Samstagmorgen kamen deshalb Friedensaktivisten am US-Flugplatz Wiesbaden-Erbenheim zusammen und demonstrierten für etwa eine Stunde gegen die Übung. Rund 100 Menschen versammelten sich nach Angaben der Polizei zu einer Mahnwache vor den Toren des Europa-Hauptquartiers der US-Armee. Der Protest sei friedlich verlaufen. «Wir wollten ein Signal setzen und werden nun genau beobachten, welche Transporte durch Hessen gehen», sagte der Veranstalter. Die Demonstranten gingen demnach entlang des Zaunes bis zum Südtor. Dort gab es eine kurze Kundgebung mit mehreren Redebeiträgen.

«Aktuell sind deutsche Soldaten in Hessen lediglich mit der Logistik von Mannheim nach Fritzlar sowie Umschlagkräften am Standort Fritzlar und Feldjägerkräften entlang der Transportrouten gebunden», teilte Meinrad Angermayer mit. Insgesamt seien dies etwa 90 Soldaten. Die Straßentransporte liefen in kleinen Kolonnen von maximal zehn Lastwagen zwischen 22.00 Uhr abends und 06.00 Uhr morgens. Kettenfahrzeuge würden nicht auf der Straße transportiert.

Nach Auskunft der U.S. Army Europe sind auf dem Flugplatz in Wiesbaden-Erbenheim bislang keine Auswirkungen von «Defender Europe 20» spürbar. Womöglich kämen noch zusätzliche Flugzeuge zur Unterstützung der Übung. «Die konkreten Pläne werden noch finalisiert», hieß es auf Anfrage. Es würden keine zusätzlichen Helikopter in Wiesbaden stationiert. Einige der bislang beheimateten Helikopter nehmen den Angaben zufolge an der Übung teil, werden jedoch dazu an andere Einsatzorte verlegt.

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