Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Corona: Start ins neue Schuljahr mit vielen Unwägbarkeiten

14.08.2020 - Mit dem Start ins neue Schuljahr soll an Hessens Schulen wieder so viel Unterricht wie möglich in den Klassen stattfinden. Kultusminister Lorz betont: Der persönliche Kontakt sei durch keine Technik zu ersetzen.

  • Alexander Lorz (CDU), Kultusminister von Hessen, sitzt in einem Klassenraum. Foto: Andreas Arnold/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Alexander Lorz (CDU), Kultusminister von Hessen, sitzt in einem Klassenraum. Foto: Andreas Arnold/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hessen startet kommende Woche unter erschwerten Bedingungen und mit strengen Corona-Regeln ins neue Schuljahr. Die kommenden Monate brächten viele Hürden und Unwägbarkeiten mit sich, erklärte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Freitag in Wiesbaden. «Aber wir sind motiviert wie nie.» Auch wenn das Coronavirus die gesamte Gesellschaft vor kaum für möglich gehaltene Herausforderungen stelle, habe die Situation eindrücklich vor Augen geführt, welche große Bedeutung die Schule hätte. Unterricht in der Klasse sei auch mit der besten digitalen Ausrüstung nicht zu ersetzen, betonte Lorz. Sein Ziel sei es, möglichst allen Kindern und Jugendlichen eine dauerhafte Fünf-Tage-Woche in der Schule zu ermöglichen.

ZAHLEN UND FAKTEN

Im Schuljahr 2020/2021 steigt im Vergleich zum Vorjahr sowohl die Gesamtzahl der Schüler um rund 1500 auf 760 500 als auch die der Erstklässler um rund 650 auf nun 55 600. Sie werden an insgesamt 1795 öffentlichen Schulen unterrichtet. Die Zahl der Lehrerstellen steigt um rund 770 auf 55 470.

LEHRER UND SCHÜLER AUS CORONA-RISIKOGRUPPEN

Lorz rechnet damit, dass im kommenden Schuljahr bis zu sechs Prozent der Lehrer mit Verweis auf ihr besonderes Corona-Risiko für den Unterricht in der Schule ausfallen. Diese Prognose fuße auf den Erfahrungen in anderen Bundesländern, sagte er. Bei den Schülern gehe er bislang von einer Quote von unter fünf Prozent von Kindern und Jugendlichen aus, die zu einer Corona-Risikogruppe zählen und daher per Attest vom Unterricht in der Schule freigestellt werden.

«Wenn Corona nicht wäre, gingen wir sehr entspannt in das neue Schuljahr», sagte Lorz mit Blick auf die Lehrerversorgung. An Hessens Schulen besteht außerhalb der Klassenräume Maskenpflicht. Es gilt ein Corona-Hygieneplan.

LERNEN VON ZUHAUSE

Schülerinnen und Schüler, die wegen ihres erhöhten Corona-Risikos nicht am Unterricht in der Schule teilnehmen können, werden nach Möglichkeit digital ins Klassenzimmer zugeschaltet, erläuterte der Minister. Bei Bedarf sollen sie leihweise einen Computer bekommen. Dafür stellt Hessen gemeinsam mit dem Bund insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung. Außerdem wird die digitale Lehr- und Lernplattform «Schulportal Hessen» weiter ausgebaut. Alle Lehrkräfte bekommen eine dienstliche Email-Adresse.

ISLAMUNTERRICHT

Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit dem türkischen Moscheeverband Ditib nimmt Hessen den islamischen Religionsunterricht vom neuen Schuljahr an in die eigene Hand. Das Fach «Islamunterricht» komme, anders als der konfessionsgebundene Religionsunterricht, ohne explizites Bekenntnis zum Glauben aus. Der Islamunterricht unter alleiniger staatlicher Verantwortung richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 8, die unabhängig von ihrer jeweiligen Konfession mehr über den Islam erfahren wollen.

ABITUR

Eigentlich war geplant, die schriftlichen Abiturklausuren erst ab dem Jahr 2022 in die Zeit nach den Osterferien zu verlegen. Aufgrund der Lernrückstände durch die Corona-Seuche wurde dies nun um ein Jahr vorgezogen. «Damit erhalten unsere Abiturientinnen und Abiturienten die notwendige Zeit, um Unterrichtsstoff nacharbeiten und sich auf die schriftlichen Abiturprüfungen vorbereiten zu können», erläuterte Lorz.

GANZTAGSANGEBOT

Neun von zehn weiterführenden Schulen und zwei Drittel aller Grundschulen in Hessen verfügen laut Ministerium mittlerweile über ein Ganztagsprogramm mit verlässlichen Bildungs- und Betreuungsangeboten. Im neuen Schuljahr kommen 61 Schulen hinzu, 202 bauen ihre bestehenden Angebote zum Teil deutlich aus.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren