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Deutlich weniger Nachtflüge: Ryanair Negativ-Spitzenreiter

08.01.2020 - Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Zahl nächtlicher Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen hat sich im vergangenen Jahr deutlich reduziert. Bei den Landungen sank sie im Vergleich zu 2018 von 1054 auf 602, wie das Verkehrsministerium in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Nach Beginn des Nachtflugverbots um 23.00 Uhr gestartet waren 432 Maschinen, 496 waren es im Vorjahr. Die verspäteten Anflüge gingen den Angaben zufolge zu 23 Prozent auf das Konto des Billigfliegers Ryanair, der schon 2018 Negativ-Spitzenreiter war. Zu 19 Prozent waren es Maschinen der Lufthansa, zu 17 Prozent von Condor und zu 16 Prozent von TuiFly.

  • Eine Maschine auf dem Rollfeld in der Nacht. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Maschine auf dem Rollfeld in der Nacht. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Jahr 2018 waren die Zahlen auf ein Rekordhoch gestiegen. Minister Tarek Al-Wazir (Grüne) erklärte, die Fluggesellschaften hätten darauf reagiert und Flüge teilweise vorverlegt oder Ersatzflugzeuge und Crews in Bereitschaft gehalten. Das sei auch ein Erfolg hessischer Behörden, die den Druck auf die Airlines weiter hochhalten wollten.

Grund waren häufig auch Gewitter oder starker Wind: Allein zwischen Juni und August sorgte das Wetter für 269 Starts nach 23.00 Uhr. Im Sommer gebe es mehr extreme Wetterereignisse und zugleich mehr Flugverkehr, erklärte das Ministerium.

Zwischen 23.00 Uhr und 5.00 Uhr herrscht am größten deutschen Verkehrsflughafen ein Nachtflugverbot. Während es in dieser Zeit keine planmäßigen Starts und Landungen gibt, sind Sondergenehmigungen für verspätete Maschinen möglich, wenn die Fluggesellschaften keinen Einfluss auf die Verspätung hatten - etwa wegen Unwettern. Verspätete Landungen müssen Piloten und Airlines einzeln begründen. Nach 24.00 Uhr darf der Flughafen gar nicht mehr angeflogen werden.

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