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Deutsche Bank: Regelwerk für nachhaltige Finanzierung

31.07.2020 - Die Deutsche Bank hat sich ein Regelwerk für nachhaltige Finanzierungen und Finanzprodukte gegeben. Es sei eine Voraussetzung dafür, «dass wir auf diesem Gebiet eine Vorreiterrolle in der Finanzbranche übernehmen können. Für unsere Kunden schaffen wir damit die nötige Klarheit und Orientierung», sagte Vorstandschef Christian Sewing am Freitag in Frankfurt. Die Bank will das Volumen an nachhaltigen Finanzierungen sowie den Bestand an verwaltetem Vermögen in Anlagen mit Kriterien wie Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (englisch abgekürzt ESG) bis Ende 2025 auf insgesamt mehr als 200 Milliarden Euro steigern.

  • Die Zentrale der Deutschen Bank spiegelt sich in einer Glasfassade. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Zentrale der Deutschen Bank spiegelt sich in einer Glasfassade. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das konzernweite Regelwerk definiert, nach welchen Kriterien die Bank Anleihen- und Aktientransaktionen, Kapitalanlage-Produkte sowie Finanzierungen als nachhaltig einstufen darf. Deutschlands größtes Geldhaus folgt dabei den Grundsätzen für grüne und soziale Anleihen der International Capital Market Association (ICMA) sowie EU-Kriterien, der sogenannten Taxonomie.

Anfang der Woche hatte die Deutsche Bank bereits angekündigt, bis spätestens 2025 das Engagement im Bereich des Kohleabbaus weltweit beenden zu wollen - sowohl bei Finanzierungen als auch bei Kapitalmarkttransaktionen. So will die Bank keine neuen Kohlekraftwerke finanzieren und bei Geschäften mit solchen Energieunternehmen genauer hinschauen, die - gemessen an der vorhandenen Erzeugungskapazität oder der tatsächlichen Energieerzeugung - zu mehr als 50 Prozent von Kohle abhängig sind.

Im Bereich Öl und Gas schließt die Deutsche Bank zum Beispiel die Finanzierung neuer Projekte zur Förderung in der Arktis ebenso aus wie Fracking-Verfahren in Ländern mit extremer Wasserknappheit.

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