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Durchsuchungen zu Chatgruppe mit rechtsextremen Inhalten

10.02.2020 - Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Im Zusammenhang mit Ermittlungen zu einer Chatgruppe mit rechtsextremen Inhalten ist es am Freitag in Frankfurt zu Durchsuchungen gekommen. Es habe Durchsuchungen im Zusammenhang mit der Verwendung von Symbolen verfassungswidriger Organisationen gegeben, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Montag. Zuvor hatte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» darüber berichtet. Zu Berichten, wonach bei der Durchsuchung von landesweit zwölf Objekten auch Wohnungen und Diensträume von drei Polizisten durchsucht worden seien, konnte sie keine Angaben machen.

  • Ein Polizeiauto mit eingeschaltetem Blaulicht steht an einer Unfallstelle. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Polizeiauto mit eingeschaltetem Blaulicht steht an einer Unfallstelle. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ermittler waren vor mehr als einem Jahr auf eine Chatgruppe mit rechtsextremen Inhalten in einem Frankfurter Polizeirevier gestoßen, als sie Drohschreiben untersuchten, die an eine Frankfurter Rechtsanwältin gerichtet waren. Sie waren mit «NSU 2.0» unterzeichnet. Daten der Juristin, die im Verfahren gegen die rechtsextreme Terrorgruppe NSU eine Opferfamilie als Nebenkläger vertreten hatte, waren von einem Polizeicomputer abgerufen worden.

Zuvor hatte es am Donnerstag bereits in anderen Zusammenhängen Durchsuchungen bei der rechtsextremen Szene in ganz Hessen gegeben. Nach Angaben des hessischen Innenministeriums war bei der Durchsuchung von zwölf Objekten umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden. Bei dem von langer Hand geplanten Polizeieinsatz wurden auch zwei Haftbefehle vollstreckt. Unter anderem seien Waffen, Betäubungsmittel, Datenträger, rechtsextreme Devotionalien und andere Gegenstände sichergestellt worden.

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