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E-Tretroller in Bahnen und Bussen: Platzprobleme befürchtet

25.05.2019 - Sie sehen hip aus und ordentlich Gas geben kann man auch: E-Tretroller stehen in Deutschland kurz vor der Zulassung. Sie sollen vor allem helfen, die sogenannte letzte Meile zur Haltestelle zu überwinden. Doch wie ist die Situation nach dem Einsteigen?

  • Ein Mann fährt mit einem E-Scooter auf einem Gehweg. Foto: Christoph Soeder/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mann fährt mit einem E-Scooter auf einem Gehweg. Foto: Christoph Soeder/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Bald wird es voraussichtlich noch enger in Bussen und Bahnen: E-Scooter stehen kurz vor der Zulassung und auch die Verkehrsbetriebe in Hessen wollen ihre kostenlose Mitnahme gestatten. Zusammengeklappt würden die batteriebetriebenen Tretroller behandelt wie ein Gepäckstück, sagte eine Sprecherin des nordhessischen Verbunds NVV. Gleiches gilt im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) sowie im Fernverkehr der Deutschen Bahn. Aus Sicht des Fahrgastverbands Pro Bahn sind Platzprobleme vorprogrammiert.

«Das kann sehr, sehr schwierig werden, denn die Bahnen sind auf solch flexible Mobilität gar nicht ausgerichtet», sagt der Pro-Bahn-Landesvorsitzende Thomas Kraft. Schon jetzt gebe es Probleme, etwa mit Rollatoren, für die es keine Halterungen gebe. «Insbesondere in den Bussen sind die Flächen viel zu klein, um Kinderwagen, Rollstühle und andere Fortbewegungsmittel unterzubringen», sagte Kraft. Zu dieser Situation kämen die E-Scooter nun hinzu.

Grundsätzlich begrüße sein Verband die weitere Möglichkeit, das Auto stehen zu lassen. Doch wenn E-Scooter schon als Beförderungsmöglichkeit für die letzte Meile von der Haltestelle nach Hause beworben würden, dann müssten die Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs auch für deren Mitnahme ausgestattet sein. Insbesondere zu den Stoßzeiten in Pendlerzügen würden die bestehenden Platzprobleme verschärft, selbst, wenn die Scooter zusammengeklappt seien. «Man hat ja meistens noch mehr dabei als nur den Roller», sagte Kraft.

Der RMV erklärte, in den sogenannten Mehrzweckbereichen der Bahnen gelte weiterhin, dass Kinderwagen und etwa auf den Rollstuhl angewiesene Fahrgäste Vorrang hätten. Für E-Scooter gebe es wie für Fahrräder keinen Anspruch auf Mitnahme. Es werde noch geprüft, inwiefern die Beförderungsbedingungen angepasst werden müssten, sagte Sprecherin Vanessa Rehermann. Auch im Norden Hessens werden E-Scooter wie Fahrräder in der Hierarchie unter Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühlen stehen. Der NVV beobachtet die Situation, denn auch hier sei mit einem erhöhten Aufkommen zu rechnen, sagte Sprecherin Sabine Herms.

Die Bahn hatte bereits erklärt, in ICEs und Intercitys die Gefährte kostenlos mitzunehmen - wenn sie sich zusammengeklappt unter oder über dem Sitz befinden und der Akku fest eingebaut ist. Vermutlich werde es aber Gewichtsbeschränkungen geben, sagte ein Bahnsprecher. Die Zulassung für die Tretroller soll am 15. Juni in Kraft treten. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch eine entsprechende Verordnung.

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