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EU-Kommissionspräsident Juncker erhält Point-Alpha-Preis

17.06.2019 - Jean-Claude Juncker hat die EU maßgeblich mitgestaltet. Für seine Verdienste hat der scheidende Kommissionspräsident einen weiteren Preis bekommen. Dafür ist er am Montag an den ehemaligen Eisernen Vorhang zwischen Ost und West gereist.

  • Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission, trägt sich in das Goldene Buch des Thüringer Landtages ein. Foto: Bodo Schackow © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission, trägt sich in das Goldene Buch des Thüringer Landtages ein. Foto: Bodo Schackow © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rasdorf (dpa) - Mit viel Lob für seine außergewöhnliche Persönlichkeit und die Verdienste im europäischen Einigungsprozess ist Jean-Claude Juncker mit dem Point-Alpha-Preis ausgezeichnet worden. Der Präsident der Europäischen Kommission erhielt die mit 25 000 Euro dotierte Ehrung am Montag bei einem Festakt in der Gedenkstätte Point Alpha im osthessischen Rasdorf an der Grenze zu Thüringen. Dort verlief der Eiserne Vorhang. Point Alpha ist der Name eines ehemaligen US-Militärcamps an der früheren innerdeutschen Grenze.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sagte in seiner Laudatio, Junckers politische Staatskunst bestehe darin, immer wieder als «Brückenbauer» für Europa erfolgreich tätig gewesen zu sein. Seine Entschlossenheit für die Einheit zu kämpfen, sei unerschütterlich. Er habe mit seinem Wirken Maßstäbe gesetzt. «Es wird schwierig, für dich einen Nachfolger zu finden.» Schäuble hob auch Junckers Bescheidenheit, Offenheit und seinen Humor hervor.

Damit Europa stabil bleibe, empfahl Juncker den Menschen: «Wir müssen uns stärker füreinander interessieren.» Mit Blick auf Populisten und Nationalisten, die Europa spalten wollten, sagte Juncker: «Man muss sich ihnen in den Weg stellen - sonst geht es schief.» Für die Zukunft bleibe noch viel Arbeit. «Wir sind mit dem europäischen Einigungswerk nicht fertig.»

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) erklärte, das Projekt Europa brauche Menschen, die sich in besonderer Weise kraftvoll für die europäische Idee einsetzten. «Es sind Menschen wie Jean-Claude Juncker, die das Zusammenwachsen der europäischen Nationen voran bringen und damit die friedensstiftende Wirkung unter den Völkern fördern.» In Rasdorf lobte er ihn: «Ich finde es großartig, wie Du Europa durch die Krisen der Zeit geführt hast.»

Thüringens Landtagspräsidentin Birgit Diezel nannte Juncker einen «bedeutenden Europäer». «Er gilt als einer der Architekten der Europäischen Union, dem Föderalismus und Sozialpolitik immer eine Herzensangelegenheit waren.» Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) befand, Juncker habe sich «in hervorragender Weise um die Stärkung Europas verdient gemacht».

Der Präsident des Kuratoriums Deutsche Einheit, Christian Hirte, erläuterte, Juncker habe entscheidend zum europäischen Einigungsprozess beigetragen und sich stets als «Brückenbauer Europas» erwiesen. Ohne ihn sei die positive Entwicklung der Europäischen Union seit den 1990er Jahren nicht vorstellbar.

Juncker (64) ist seit 2014 EU-Präsident. Zuvor war er Vorsitzender der Euro-Gruppe (2004 bis 2013) und unter anderem Premierminister von Luxemburg (1995 bis 2013).

Das Kuratorium Deutsche Einheit verleiht den Point-Alpha-Preis für Verdienste um die Einheit Deutschlands und Europas seit 2005. Zu den bisherigen Trägern gehören unter anderem der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl und der Ex-Kreml-Chef Michail Gorbatschow. Im vergangenen Jahr wurde die Auszeichnung nicht verliehen. Zuletzt ging die Ehrung 2017 an den Liedermacher Wolf Biermann.

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