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Einheitliche Bußgelder und mehr Hilfe für Kleinunternehmen

03.04.2020 - Kleinstunternehmen im Land können von diesem Freitag an beim Förderinstitut WIBank ein Direktdarlehen beantragen. Bei Verstößen gegen die Kontaktregeln gelten nun hessenweit einheitliche Bußgelder.

  • Kai Klose (Grüne), Sozialminister in Hessen, spricht bei einem Pressegespräch. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kai Klose (Grüne), Sozialminister in Hessen, spricht bei einem Pressegespräch. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Einheitliche Bußgelder gelten von diesem Freitag an für Personen, die sich wegen der Corona-Pandemie nicht an die strengen Kontaktregeln halten. Je nach Schwere des Verstoßes drohen hessenweit Zahlungen von 200 bis 5000 Euro. Eine Strafe kann fällig werden, wenn jemand gegen die Kontaktregeln in der Öffentlichkeit verstößt, illegal ein Restaurant betreibt oder das Besuchsverbot in Seniorenheimen missachtet.

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, dürfen die Menschen nur allein oder zu zweit aus dem Haus gehen. Ausnahmen gibt es für Familien oder häusliche Gemeinschaften. Sozialminister Kai Klose (Grüne) und Innenminister Peter Beuth (CDU) hatten am Donnerstag in Wiesbaden über die einheitlichen Bußgelder informiert. Besonders schwere Verstöße gegen die Verordnung können sogar als Straftaten zur Anzeige gebracht werden.

Mit weiteren Hilfsangeboten für Kleinstunternehmen will das Land derweil über sein Förderinstitut WIBank die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abfedern. Von diesem Freitag an können Unternehmen mit maximal 50 Vollzeitstellen sowie Solo-Selbstständige ein Direktdarlehen bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WIBank) beantragen: die sogenannte Hessen-Mikroliquidität.

Pro Fall gibt es 3000 bis 35 000 Euro bei einer Laufzeit von sieben Jahren und einem Zinssatz von 0,75 Prozent als Überbrückungskredit. Das Land bürgt für diese Gelder zu 100 Prozent. Das neue Angebot der Mikro-Liquidität hat bislang ein Volumen von 30 Millionen Euro.

Zu Beginn der hessischen Osterferien scheint die Kurve mit den Infizierten abzuflachen. Der prozentuale Anstieg betrug zuletzt 8,4 Prozent, wie aus dem täglichen Bulletin des Sozialministeriums hervorgeht. Ende Februar waren die Werte noch zweistellig. Zu Beginn der Epidemie gingen die Fallzahlen teilweise sogar um bis zu 50 Prozent pro Tag nach oben. Bis Donnerstag waren es demnach 3882 laborbestätigte Infektionen in Hessen, 31 Menschen starben.

In der Krise nutzen viele Menschen mit Ängsten und Nöten telefonische Hilfsangebote. «Es besteht großer Bedarf», sagt die Leiterin der Telefonseelsorge Gießen-Wetzlar, Martina Schmidt. Die Zahl der Anrufe sei deutlich gestiegen. Eine Statistik lag dazu aber noch nicht vor. Die Frankfurter Goethe-Universität hat eigens eine kostenlose telefonische Krisenberatung eingerichtet.

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