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Eintracht muss 18 300 Euro zahlen: Beuth für Pyro-Strafen

06.12.2019 - Frankfurt/Main (dpa) - Das Abfackeln von Pyrotechnik durch einige Fans kommt Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt erneut teuer zu stehen. Die Hessen wurden am Freitag vom DFB-Sportgericht mit einer Geldstrafe von 18 300 Euro belegt. Mit dem Urteil wurden mehrere Vergehen der Eintracht-Fans im Auswärtsspiel beim 1. FC Union Berlin geahndet. Am 27. September waren im Frankfurter Block mindestens elf Bengalische Feuer abgebrannt worden, was zu einem verspäteten Anpfiff der Partie führte.

  • Ein Fußballfan hält ein brennenden "Bengalisches Feuer" in der Hand und verdeckt sein Gesicht. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Fußballfan hält ein brennenden "Bengalisches Feuer" in der Hand und verdeckt sein Gesicht. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zu ähnlichen Vorkommnissen war es auch am vergangenen Montag im Rhein-Main-Derby beim FSV Mainz 05 gekommen. Dort zündeten Eintracht-Anhänger vor dem Anpfiff einen Böller und feuerten Leuchtraketen auf den Rasen. Das Spiel begann zehn Minuten später. Eintracht-Vorstand Axel Hellmann hatte danach heftige Kritik an der beteiligten Gruppe von Frankfurt-Fans geübt.

Hessens Innenminister Peter Beuth nahm die jüngsten Vorfälle zum Anlass, am Freitag nach der Innenministerkonferenz in Lübeck erneut für eine noch härtere Linie im Kampf gegen Pyrotechnik zu werben. Das Abfackeln der 1000 Grad heißen Bengalos habe «nichts mit Fankultur zu tun», sondern gefährde die Sicherheit. «Mit den Anti-Fans, die den echten Fans den Stadionbesuch durch Pyro und Gewalt verderben, darf kein Dialog erfolgen, sie gehören von den Vereinen aus den Stadien verbannt», sagte der CDU-Politiker.

Weil von dem Abbrennen sogenannter Bengalos in den Stadien eine hohe Gefährdung von Unbeteiligten ausgehe, erwägen die Innenminister, dies durch eine Anpassung des Sprengstoffgesetzes unter Strafe zu stellen. Bislang wird das Entzünden der Bengalos nur als Ordnungswidrigkeit geahndet.

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