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Ermittlungsgruppe nimmt Automaten-Sprenger ins Visier

30.04.2019 - Wiesbaden (dpa/lhe) - Wegen der Häufung von Geldautomatensprengungen hat das hessische Landeskriminalamt (LKA) eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, die sich ausschließlich mit diesen Taten beschäftigt. In diesem Jahr zählte das LKA hessenweit 15 erfolgreiche Sprengungen sowie sieben Versuche. Damit sei bereits die Hälfte der 2018 registrierten Delikte in etwa erreicht. «Wir müssen die weitere Entwicklung abwarten», sagte ein LKA-Sprecher. Zuletzt hatten Diebe am Samstag im südhessischen Pfungstadt einen Automaten aufgesprengt.

  • Ein Geldautomat wurde in einer Bankfiliale gesprengt. Foto: Arne Dedert/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Geldautomat wurde in einer Bankfiliale gesprengt. Foto: Arne Dedert/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die LKA-Ermittlungsgruppe arbeitet mit der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt sowie den hessischen Polizeipräsidien zusammen. Zu den Erkenntnissen gehöre, dass die Täter «aus umliegenden Ländern anreisen und sich direkt nach der begangenen Tat mithilfe hochmotorisierter Fahrzeuge, rücksichtsloser und für Dritte sehr gefährlicher Fahrweise wieder ins Ausland absetzen». Die Taten werden nach LKA-Angaben meist gut vorbereitet und die Geldautomaten sowie ihre Standorte ausgekundschaftet. Die Polizei bittet daher, Auffälligkeiten und verdächtiges Verhalten zu melden.

Das Zahl der Automatensprengungen ist in den vergangenen Jahren deutschlandweit gestiegen. In Hessen wurden 2015 insgesamt 18 erfolgreiche und versuchte Sprengungen registriert, 2017 waren es 37. Im vergangenen Jahr kam es zu 31 vollendeten und zu zwölf versuchten Taten.

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