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«Liebe Grüße und danke nach Mainz!»

18.05.2019 - Die völlig platte Eintracht wird von den Meister-Bayern überrollt, darf aber dank Schützenhilfe von Mainz 05 ein weiteres Jahr international spielen. Das Fazit von Trainer Hütter fällt durchweg positiv aus.

  • Der Frankfurter Trainer Adi Hütter. Foto: Thomas Frey/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Frankfurter Trainer Adi Hütter. Foto: Thomas Frey/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

München (dpa) - Adi Hütter und sein Trainerteam packten sich an den Händen und feierten mit den euphorischen Fans von Eintracht Frankfurt ein weiteres Jahr Europa. Das überdeutliche und verdiente 1:5 (0:1) der platten Hessen beim alten und neuen Meister FC Bayern München war für die Eintracht sofort vergessen, als sie die Ergebnisse von den anderen Plätzen erfuhren. «Liebe Grüße und danke nach Mainz!», sagte Hütter, nachdem der Rivale aus Rheinhessen 1899 Hoffenheim nach 0:2-Rückstand noch mit 4:2 bezwungen hatte und damit eine weitere internationale Saison der Europa-Fighter möglich gemacht hatte.

«Wir haben Freude, weil wir uns wieder für die Europa League qualifizieren können. Wir haben die Chance, wir sind aber noch nicht drinnen. Natürlich möchten wir auch da wieder dabei sein», sagte der Österreicher, der seine Premierensaison in der Bundesliga als rundum gelungen beschrieb. Aus Abstiegskandidat und Top-Anwärter für die erste Trainerentlassung wurden Rang sieben, fünf Punkte mehr als unter Niko Kovac und ein furioses Europa-League-Jahr, bei dem im Halbfinale gegen den FC Chelsea nur ein paar Elfmeter fehlten, um ins Endspiel in Baku einzuziehen.

Am Samstag war vor 75 000 Zuschauern gegen überragende Meister-Bayern nichts mehr zu holen. Kinglsey Coman (4. Minute), David Alaba (53.), Renato Sanches (58.), Franck Ribéry (72.) und Arjen Robben (78.) hatten den auch in dieser Höhe verdienten Sieg der Münchner herausgeschossen. Der zwischenzeitliche Ausgleich des eingewechselten Sébastien Haller (50.) blieb eine Randnotiz, die Eintracht war chancenlos. «Die Mannschaft ist komplett ausgepresst wie eine Zitrone», konstatierte Hütter.

Rang sieben (der VfL Wolfsburg zog mit einem 8:1 gegen Augsburg noch vorbei) bedeutet nun einen kurzen Sommer, denn für weitere Abenteuer in der Europa League müssen zunächst mehrere Qualifikationsrunden überstanden werden. «Speziell gegen Chelsea haben wir gezeigt, wie wir spielerisch überzeugen können. Wir haben sehr, sehr viel richtig gemacht dieses Jahr», bilanzierte Hütter. Das macht auch Mut für die kommenden kräfteraubenden Herausforderungen.

Nach langen Wochen auf Champions-League-Rang vier und Festspielwochen in der Europa League haben die Hessen damit in der Schlussphase der Spielzeit gerade noch den Restertrag gerettet. Die Münchner agierten an einem herrlichen Frühlingssamstag dominant und spielstark. Nur im Torabschluss scheiterten Robert Lewandowski (7./13.), David Alaba (9.) und Thomas Müller (32.) nacheinander an Trapp. Ein Treffer von Serge Gnabry wurde erst nach Überprüfung durch den Videobeweis zurückgenommen.

Der Eintracht war die extrem lange Saison mit einem zu dünnen Kader anzumerken. Leistungsträger wie Makoto Hasebe, Danny da Costa und Filip Kostic spielen quasi seit August ohne richtige Pause, im so wichtigen Saisonendspurt und im Kampf um europäische Tickets fehlte ihnen schlicht die nötige Power.

Die Dreierkette um Hasebe, Martin Hinteregger und David Abraham präsentierte sich fehlerhaft und stand immer wieder schlecht. Dass es zur Halbzeit nur 1:0 stand, war einzig und allein Trapp zu verdanken, der immer wieder rettete. «Wir waren nur ein guter Gast. Bayern war eine Klasse für sich», befand Hütter. Doch trotz der Gegentorflut im zweiten Durchgang durften die Hessen am Ende jubeln: Als Mainz das 0:2 gegen Hoffenheim in ein 4:2 verwandelt hatte, feierten auch die 7500 mitgereisten Anhänger. Ein weiteres Europa-Abenteuer - wenn auch über Umwege - kann kommen.

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