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Fraueninitiative «Maria 2.0» enttäuscht von Papst-Schreiben

13.02.2020 - Frankfurt/Main/Koblenz (dpa/lhe) - Unterstützerinnen der katholischen Fraueninitiative «Maria 2.0» haben mit Enttäuschung auf das jüngste Lehrschreiben von Papst Franziskus reagiert. Die kirchen-kritische Bewegung hatte sich sowohl beim Zölibat als auch bei der Rolle der Frau in der Kirche Fortschritte erhofft. Monika Humpert, Sprecherin der «Maria-2.0»-Gruppe in Frankfurt, sagte der «Rhein-Zeitung» (Freitag): «Das war ein ganz finsterer Tag für viele Frauen. Die Hoffnung, dass sich mal irgendetwas verändert in dieser Struktur, die durch das Zölibat geprägt ist, wurde damit zunichtegemacht. «Für mich ist das Zölibat eine Obsession, gewissermaßen ein Fluch, an dem die Kirche zugrunde geht. Denn sie verliert das Wichtige aus dem Auge»: eine Glaubensgemeinschaft, die alle einschließe.

  • Eine Aktion der Bewegung «Maria 2.0» vor dem Kölner Dom. Foto: Roberto Pfeil/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Aktion der Bewegung «Maria 2.0» vor dem Kölner Dom. Foto: Roberto Pfeil/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Papst Franziskus hat in dem Dokument «Querida Amazonia» (Geliebtes Amazonien) Hoffnungen auf eine Öffnung der katholischen Kirche für verheiratete Priester und für Frauen in Weiheämtern zerschlagen. Der Pontifex vermied eine Aussage über die Zulassung von verheirateten Männern zur Weihe in der Amazonas-Region. Ausnahmen vom Zölibat hatten Teilnehmer einer Bischofssynode gefordert. Franziskus kam auch dem Ruf nach einem Diakonat für Frauen nicht nach.

Franziskus' Schreiben hat auch Auswirkungen auf den Synodalen Weg in Deutschland. Denn bei dem Reformprozess der Bischofskonferenz mit dem Zentralkomitee der Katholiken geht es ebenfalls um Zölibat und Frauen. Viele Gläubige erhoffen sich dabei eine Öffnung der Kirche.

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