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Freisprüche im Prozess um Betrug mit Mahagoniholz-Plantagen

28.10.2020 - Mit Freisprüchen für beide Angeklagte ist der Prozess um mutmaßliche Betrügereien mit Mahagoniholz-Plantagen in der Karibik zu Ende gegangen. Das Landgericht Frankfurt äußerte am Mittwoch nach 21 Verhandlungstagen «ganze erhebliche Zweifel an der Schuld der beiden 47 und 53 Jahre alten Angeklagten». Besonders sei keine Täuschung im Sinne des Betrugsparagrafen erkennbar gewesen, sagte der Vorsitzende Richter. Die 64 Anleger, die bei ihrem finanziellen Engagement rund 610 000 Euro verloren hatten, seien nicht über mögliche Risiken bei der Pflege und Unterhaltung der Bäume getäuscht worden.

  • Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die ausführliche Beweisaufnahme hatte laut Urteil ergeben, dass die in der Dominikanischen Republik ansässige Farm «legal und beanstandungsfrei» gearbeitet hatte. Die Wirtschaftsstrafkammer hatte unter anderem Satellitenaufnahmen der rund 63 Hektar großen Holzplantage eingesehen, die tatsächlich mehrere tausend Bäume zeigte. Die beiden Angeklagten hätten deshalb davon ausgehen müssen, dass ihre Renditeversprechungen zumindest möglich seien. Die Staatsanwaltschaft hatte für den Hauptangeklagten viereinhalb Jahre Haft beantragt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig

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