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Freudige WM-Verlierer: Kroaten feiern in Frankfurt trotzdem

15.07.2018 - Verkehrte WM-Welt in Frankfurt: Die Verlierer feiern, von den Gewinnern ist kaum etwas zu sehen. Kroatische Fans haben sich in der Main-Metropole ausgelassen über Platz Zwei gefreut.

  • Fans der kroatischen Nationalmannschaft feiern in Frankfurt die Vize-Weltmeisterschaft ihres Teams. Foto: Boris Roessler © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Fans der kroatischen Nationalmannschaft feiern in Frankfurt die Vize-Weltmeisterschaft ihres Teams. Foto: Boris Roessler © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Fans der kroatischen Fußballnationalmannschaft haben in Frankfurt trotz Niederlage im WM-Endspiel gefeiert. «Alles ist friedlich, das sind gute Verlierer», sagte ein Polizeisprecher am Sonntagabend. Nach Abpfiff des aus Moskau übertragenen Matches mit Ausgang 4:2 für Weltmeister Frankreich gab es Hupkonzerte und Autokorsos der Zweitplatzierten. «Die freuen sich einfach trotzdem», so der Polizeisprecher. In Frankfurt stellen die Kroaten unter den Ausländern die zweitgrößte Gruppe nach den Türken.

Kroatische Fans zogen jubelnd in der Innenstadt umher und verließen gut gelaunt die Commerzbank-Arena. Dort hatten rund 8000 überwiegend kroatische Anhänger die Übertragung verfolgt. Das Verhältnis von Unterstützern der Franzosen und der Kroaten habe bei etwa 30 zu 70 Prozent gelegen, sagte der Sprecher der Commerzbank-Arena, Urs Pfeiffer: «Kaum einer ist ohne Trikot oder Farbe im Gesicht gekommen.»

Auch viele Fans des Bundesligisten Eintracht Frankfurt dürften mit den Kroaten mitgefiebert haben - Stürmer und Eintracht-Profi Ante Rebic spielte bei der kroatischen Nationalmannschaft um den WM-Titel mit. Anders als im Mai in München, wo Rebic die Eintracht mit zwei Toren zum Gewinn des DFB-Pokals gegen Bayern München (3:1) schoss, blieb er im WM-Endspiel torlos.

Vom neuen Fußballweltmeister Frankreich war in Frankfurt nicht viel zu sehen. Es habe keine Autokorsos gegeben, sagte der Polizeisprecher: «Es gibt wahrscheinlich einfach zu wenig Franzosen in der Stadt, als dass sie das in nennenswerter Größe hinbekommen.»

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