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Geldbetrag an Insolvenzverwalter vorbeigemogelt: Haftstrafe

09.08.2019 - Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Weil er nach seiner Privatinsolvenz rund 400 000 Euro Einkünfte verschwiegen hat, ist ein 63 Jahre alter Unternehmensberater am Freitag vom Landgericht Frankfurt zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter gingen vom Straftatbestand des Bankrotts aus und über den Strafantrag des Staatsanwaltes, der sich für eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren ausgesprochen hatte. Zusätzlich wurden rund 408 000 Euro eingezogen. (AZ 7640 Js 204884/15)

  • Eine modellhafte Nachbildung der Justitia steht neben Akten. Foto: Volker Hartmann/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine modellhafte Nachbildung der Justitia steht neben Akten. Foto: Volker Hartmann/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Unternehmer hatte seit 2011 in 57 Fällen Rechnungen über Beratungsleistungen ausgestellt und von den Kunden bezahlt bekommen. Nachdem er die Einkünfte ordnungsgemäß versteuert hatte, machte das Finanzamt schließlich 2014 Meldung an den Insolvenzverwalter. Einen Tag, bevor dieser auf das Bankkonto des Angeklagten zugreifen wollte, hob dieser die letzten 6000 Euro ab. Das Gericht wertete diesen Vorgang als «hochgradig kriminell». Darüber hinaus sei der Verbleib des Geldes ungeklärt, weil auch die Ehefrau und andere Familienangehörige im entsprechenden Zeitraum gut verdient hätten. Der Angeklagte hatte vor Gericht angegeben, den Lebensunterhalt damit bestritten zu haben.

Trotz des Geständnisses sah die Wirtschaftsstrafkammer deshalb keine Möglichkeit einer Bewährungsstrafe. Die Verteidigung erwägt nun Revision beim Bundesgerichtshof. Der Rechtsanwalt hatte eine Bewährungsstrafe von nur einem Jahr gefordert.

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