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Gießen: Mehr als 4000 Besucher und neue Gesellschaft für Wal

16.01.2020 - Gießen (dpa/lhe) - Der «Wal von Gießen» lockt zahlreiche Interessenten an. Mehr als 4000 Besucher haben sich bislang das Pottwal-Skelett angeschaut, das seit rund einem Jahr in einem Hörsaal der Uni Gießen hängt. Das berichtete der Gießener Professor Volker Wissemann, auf dessen Initiative der in der Nordsee verendete Meeressäuger an die mittelhessische Hochschule kam. Der Wal soll bald Gesellschaft bekommen: von einer Giraffe. Voraussichtlich noch in diesem Jahr wollen die Wissenschaftler ein präpariertes Skelett des großen Landsäugetiers ebenfalls in dem Hörsaal aufstellen.

  • Das Skelett eines Pottwals wird im Hörsaal der Hermann-Hoffmann-Akademie präsentiert. Foto: Arne Dedert/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Skelett eines Pottwals wird im Hörsaal der Hermann-Hoffmann-Akademie präsentiert. Foto: Arne Dedert/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der «Wal von Gießen» gehörte zu einer Gruppe von Jungbullen, die sich im Januar 2016 in der Nordsee verirrt hatten und verendet waren. Er trieb nach Angaben der Gießener Wissenschaftler tot vor Helgoland. Der etwa 15 Meter lange Kadaver wurde unter den neugierigen Blicken von zahlreichen Schaulustigen und Medienvertretern an die Veterinärmedizin der Uni Gießen gebracht. Ein Expertenteam präparierte dann in einem aufwendigen Prozess das Skelett. Seit Januar 2019 hängt es im Hörsaal der Hermann-Hoffmann-Akademie für junge Forscher, die sich unter anderem an Schüler richtet.

Der Wal - und später auch die Giraffe - dient den Wissenschaftlern als Anschauungsobjekt bei Vorträgen zu Themen wie Umwelt, Ökologie oder Evolution. Besucher bekommen das Skelett bei Führungen insbesondere für Schulen, Vereine oder Institutionen zu sehen.

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