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Haft oder Freispruch: Plädoyers im Krankenschwester-Prozess

13.05.2020 - Im Prozess gegen eine Krankenschwester, die ihre Kollegen mit Medikamenten vergiftet haben soll, hat die Verteidigung Freispruch gefordert. Die Staatsanwaltschaft plädierte am Mittwoch vor dem Landgericht Gießen auf viereinhalb Jahre Haft, wie ein Justiz-Sprecher berichtete. Die Angeklagte soll im September 2017 sowie im März 2019 Kaffee und selbst gebackene Plätzchen mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln versetzt und in der Teeküche eines Bad Nauheimer Krankenhauses bereitgestellt haben.

  • Der Eingang des Landgerichtes in Gießen. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Eingang des Landgerichtes in Gießen. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Fünf Kollegen bekamen der Anklage zufolge gesundheitliche Probleme bis hin zu Bewusstlosigkeit - ein Opfer geriet sogar in Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft wirft der 54-jährigen Deutschen gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz vor. Anders als zunächst angeklagt ging der Vertreter der Staatsanwaltschaft in seinem Plädoyer nicht mehr von versuchtem Mord in einem Fall aus. Hintergrund sei, dass laut einer toxikologischen Sachverständigen die Dosis der Medikamente möglicherweise verringert worden sei, erläuterte der Sprecher.

Zu Beginn des Prozesses Anfang März hatte die Frau die Vorwürfe zurückgewiesen. «Sie hat gegen niemanden irgendetwas gehabt und hat das nicht getan», erklärte damals die Verteidigung für die Angeklagte. Eingeräumt wurde dagegen eine Trunkenheitsfahrt. Für diesen Vorfall stellte die Verteidigung keinen konkreten Strafantrag. Das Urteil soll am 19. Mai gesprochen werden.

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