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Haftstrafe für Klinik-Manager wegen Betruges und Untreue

06.09.2019 - Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Ein früherer Manager eines Frankfurter Krankenhauses ist am Freitag wegen Betruges, Untreue und Bestechlichkeit vom Landgericht Frankfurt zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Der 43-Jährige hatte der Klinik für die Gewinnung medizinischen Personals Zusatzprovisionen in Rechnung gestellt. Dabei waren die Leistungen bereits in einer monatlichen Pauschale von 15 000 Euro netto enthalten. Nach Rücksprache mit dem kaufmännischen Direktor der Klinik wurden die Beträge als «Kostenersatz» getarnt. Das Strafverfahren gegen den Direktor wurde mittlerweile gegen Geld- und Arbeitsauflagen eingestellt. AZ 7710 Js 244300/14

  • Ein Richterhammer aus Holz liegt auf der Richterbank. Foto: Uli Deck/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Richterhammer aus Holz liegt auf der Richterbank. Foto: Uli Deck/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dem Gerichtsurteil zufolge entstand dem Krankenhaus durch diese Manipulationen zwischen 2010 und 2014 ein Schaden von rund 770 000 Euro. Insgesamt wird von einem Gesamtschaden von mehr als 800 000 Euro ausgegangen, da der Manager sich selbst eine ungerechtfertigte Abfindung und weitere Provisionen zuwies.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den weitgehend geständigen Angeklagten sieben Jahre Haft gefordert. Dessen Schwiegervater war ursprünglich ebenfalls angeklagt. Er soll als Fahrer überhöhte Rechnungen bei dem Krankenhaus eingereicht und dadurch einen sechsstelligen Schaden verursacht haben. Wie es am Freitag bei der Staatsanwaltschaft hieß, wurde er zwischenzeitlich zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Urteil gegen den Manager ist nicht rechtskräftig.

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