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Hanaus OB fordert Aufklärung des Anschlags

23.09.2020 - Vor einem Treffen des Bundespräsidenten mit Angehörigen der Opfer des rassistisch motivierten Anschlags von Hanau hat der Oberbürgermeister eine lückenlose Aufklärung gefordert. Das sei für die Hinterbliebenen und die gesamte Stadtgesellschaft wichtig, sagte Claus Kaminsky (SPD) mit Blick auf Innenminister Horst Seehofer (CSU) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). «Der Abschlussbericht des Bundeskriminalamts muss jetzt auf den Tisch.»

  • Claus Kaminsky (SPD) gibt ein Statement vor Medienvertretern ab. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Claus Kaminsky (SPD) gibt ein Statement vor Medienvertretern ab. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Am 19. Februar hatte ein 43-Jähriger Deutscher in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Später tötete er vermutlich seine Mutter und schließlich sich selbst. An diesem Mittwoch will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin Hinterbliebene empfangen.

Kaminsky sagte dem RND weiter: «Die Familien müssen wissen: Wurden Fehler gemacht, hätte der Anschlag verhindert werden können? Darüber müssen die Ermittlungsbehörden informieren. Wenn es Fehler gab, müssen sie eingestanden werden, nur so ist Trauerarbeit möglich.» Das beginne mit der Frage, warum der Täter legal habe Waffen besitzen dürfen, obwohl er seinen Verfolgungswahn und seinen Rassismus bereits Monate zuvor in Anzeigeschreiben an die Staatsanwaltschaft Hanau und die Bundesanwaltschaft öffentlich gemacht habe. «Es geht weiter mit dem Tatgeschehen am 19. Februar selbst. Ich bin gespannt, was Bundesinnenminister Horst Seehofer dazu sagen kann», betonte Kaminsky.

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