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Hessen baut Förderung von Hochbegabten aus

15.08.2020 - Hochbegabte Kinder brauchen manchmal eine besondere Förderung, um ihre hohe Intelligenz für gute Leistungen in der Schule nutzen zu können. Doch dafür muss die besondere Begabung erstmal erkannt werden.

  • Der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) spricht im Landtag. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) spricht im Landtag. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hessen will künftig hochbegabte Schüler besser aufspüren und fördern. «Ich glaube, dass es noch Potenzial gibt, das nur entdeckt werden muss», sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Diesen Sommer seien dafür zwei neue Kooperationen mit privaten Institutionen unterzeichnet worden. Mit Hilfe des Deutschen Zentrums für Begabungsforschung und Begabungsförderung sollen bis Ende 2023 mehr als 50 Lehrer an ausgewählten Pilotschulen zu Beratern qualifiziert werden. Diese Pädagogen würden außerdem speziell geschult, um besonders begabte Schüler zu erkennen und einzuschätzen.

Gemeinsam mit der Karg-Stiftung sollen zudem bis zu 27 Schulen in Hessen speziell für die Begabtenförderung enger vernetzt werden. Dabei werden sowohl Lehrer als auch Schulpsychologen eingebunden. «Es geht nicht nur um die Lehrer, sondern gerade hochbegabte Kinder brauchen oft auch eine besondere psychologische Betreuung, um ihr Potenzial voll entfalten zu können», erklärte Lorz. Auch am Oberstufen-Gymnasium Schloss Hansenberg, das bei der Förderung Hochbegabter in Hessen eine besondere Rolle spielt, beschäftige das Land als Träger hauptberufliche Psychologen. Am kommenden Montag beginnt nach den Sommerferien im ganzen Land das neue Schuljahr.

Hessen sei eines der führenden Bundesländer bei der Hochbegabtenförderung, speziell in der Diagnostik, erklärte Lorz. An der Marburger Philipps-Universität arbeite eine eigene Fachstelle «Brains». Um dem Ziel näher zu kommen, dass jedes hochbegabte Kind auch als solches erkannt wird, solle das Netz nun enger gespannt werden.

Das Land kooperiere bereits seit 2015 mit Bayern und Sachsen bei der Hochbegabtenförderung, zudem gebe es die bundesweite Initiative «Leistung macht Schule». Forscher gingen davon aus, dass etwa zwei bis zweieinhalb Prozent der Menschen hochbegabt sind, erklärte Lorz. Davon liefen 90 Prozent völlig unproblematisch durch die Schule und könnten ihre Begabung auch in Leistung umwandeln.

«Um die anderen zehn Prozent wollen wir uns noch intensiver kümmern», betonte Lorz. Manche hochbegabten Kinder fielen den Lehrern schon in der Grundschule auf, etwa bei einem besonderen musischen Talent. Ein Großteil werde aber erst in der weiterführenden Schule entdeckt, wenn mehr Fächer unterrichtet werden. Als hochbegabt gilt, wer einen Intelligenzquotienten von über 130 hat. Zum Vergleich: der Durchschnitt der Bundesbürger liegt zwischen einem IQ von 90 und 110.

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