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Hessen baut Netz von Covid-19-Behandlungszentren auf

16.04.2020 - Covid-19-Patienten mit milden Symptomen sollen besser nicht im Krankenhaus behandelt werden. Für sie will das Land spezielle ambulante Praxen öffnen. Dadurch bleiben mehr Kapazitäten für Schwerkranke.

  • Kai Klose (Grüne), Sozialminister von Hessen. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kai Klose (Grüne), Sozialminister von Hessen. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) will ein landesweites Netz von Covid-19-Behandlungszentren aufbauen. Damit solle die ambulante Betreuung von Patienten auf neue Füße gestellt werden, sagte er am Donnerstag in Wiesbaden. «Dort sollen vor allem die Menschen behandelt werden können, die nur leichte oder milde Symptomatik zeigen, damit sie gar nicht erst in die stationäre Versorgung kommen, die wir für die schweren Fälle frei halten wollen.»

Nach den Worten von Klose ist die Phase der Corona-Testzentren, die es bislang gab, allmählich vorbei. An ihre Stelle träten die Behandlungszentren, von denen mehr eingerichtet werden sollen als die bislang 16 Testzentren. Im Moment werde gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung ausgewählt, wo diese Covid-19-Praxen sein könnten.

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Hessen hat sich erneut deutlich erhöht. Bis Donnerstag (Stand: 14.00 Uhr) hatten sich nach Angaben des Sozialministeriums 6590 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt. Das sind 256 mehr als noch am Vortag, wie Klose erklärte. Die Zahl der Todesfälle stieg um 18 auf 192. Es werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt werden.

Laut Klose werden 917 Menschen wegen Covid-19 im Krankenhaus stationär behandelt (Stand 11.00 Uhr). Davon werden 253 beatmet. Statistisch gesehen stecke ein Infizierter in Hessen derzeit schätzungsweise 1,1 Menschen an. Das Robert Koch-Institut hatte es mehrfach zum Ziel erklärt, diese sogenannte Reproduktionszahl auf eins oder unter eins zu senken.

Mit möglichen Lockerungen der strengen Corona-Regeln für Alten- und Pflegeheime muss man nach den Worten Kloses besonders vorsichtig umgehen. Es sei abzuwägen, welche sozialen Folgen durch eine vermeintliche Isolierung drohen könnten. Gefragt seien Maßnahmen, um möglichst beides hinzukriegen: soziale Kontakte gerade mit Familienmitgliedern - aber ohne die Gruppe der Älteren über die Maße zu gefährden. Zu dieser Frage arbeite das Land an einem Konzept, sagte Klose.

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