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Deutlich höhere Wahlbeteiligung in Hessen zeichnet sich ab

26.05.2019 - Wiesbaden (dpa/lhe) - Bei der Europawahl hat sich in Hessen am Sonntag eine deutlich höhere Beteiligung abgezeichnet als vor fünf Jahren. Bis zum frühen Nachmittag gaben 34,8 Prozent der 4,7 Millionen Wahlberechtigten an den Urnen ihre Stimme ab, wie die Landeswahlleitung in Wiesbaden mitteilte. Das waren ganze 15 Prozentpunkte mehr als etwa zur gleichen Zeit (14.00 Uhr) im Jahr 2014. Damals machten bis zu diesem Zeitpunkt 19,8 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Wahlrecht an der Urne Gebrauch.

  • Radfahrer fahren im Frankfurter Osten an Wahlplakaten zur Europawahl vorbei. Foto: Arne Dedert/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Radfahrer fahren im Frankfurter Osten an Wahlplakaten zur Europawahl vorbei. Foto: Arne Dedert/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In allen fünf Großstädten gingen bis zum Nachmittag mehr Menschen wählen als 2014. Den größten Zuwachs verzeichnete Darmstadt, wo 36,8 Prozent der Wahlberechtigten ihr Kreuz machten. Das entsprach einem Plus von 16,6 Prozentpunkten im Vergleich zu den 20,2 Prozent im Jahr 2014. Auch in Frankfurt, Kassel und Wiesbaden kamen mehr Bürger in die Wahllokale.

In Frankfurt lag die Wahlbeteiligung um 14.00 Uhr bei 33,2 Prozent (2014: 19,6 Prozent). In Kassel gaben 34,8 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab (2014: 19,0 Prozent) und in Wiesbaden gingen 34,2 Prozent aller Wahlberechtigten an die Urnen (2014: 23,0 Prozent). Am niedrigsten war die Beteiligung unter den fünf Großstädten mit 24,0 Prozent in Offenbach. Dennoch legte auch hier die Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2014 mit einem Plus von 7,2 Prozentpunkten deutlich zu (2014: 16,8 Prozent).

Die Wahllokale bleiben noch bis 18.00 Uhr geöffnet. Das bundesweite wie auch das hessische Wahlergebnis wird nicht vor 23.00 Uhr veröffentlicht, da erst dann in Italien die Wahllokale schließen.

Bei der vorangegangenen Europawahl 2014 lag die Beteiligung in Hessen insgesamt bei 42,2 Prozent. Die CDU hatte mit 30,6 Prozent die meisten Stimmen bekommen, knapp vor der SPD (30,3 Prozent) und den Grünen (12,9 Prozent). Dahinter landeten AfD (9,1) Linke (5,6) und FDP (4,1). Gewählt wurden damals sechs Bewerber, die ihren Wohnsitz in Hessen haben.

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