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Hessen nimmt sechs Minderjährige aus Griechenland auf

29.04.2020 - Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat über die Verteilung der Kinder und Jugendlichen entschieden, die Deutschland aus Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln aufgenommenen hatte. Wie sein Ministerium am Mittwoch mitteilte,
haben 18 der insgesamt 47 unbegleiteten Minderjährigen Verwandte in Deutschland. Aufgrund dieser familiären Bindungen kommen sechs nach Hessen, vier nach Baden-Württemberg und jeweils zwei nach Nordrhein-Westfalen, Bayern, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt.

  • Eine Gruppe unbegleiteter Minderjähriger aus griechischen Flüchtlingslagern trägt Schutzmasken bei der Ankunft einer Fähre im Hafen von Piräus. Foto: Angelos Tzortzinis/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Gruppe unbegleiteter Minderjähriger aus griechischen Flüchtlingslagern trägt Schutzmasken bei der Ankunft einer Fähre im Hafen von Piräus. Foto: Angelos Tzortzinis/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Von den unbegleiteten Kindern und Jugendlichen ohne familiäre Verbindungen bleiben demnach 13 in Niedersachsen. Jeweils acht werden in Berlin und in Hamburg untergebracht. Die katholische und die evangelische Kirche haben den Angaben zufolge ihre Bereitschaft signalisiert, bei der Aufnahme und Begleitung im Alltag zu helfen.

Die 47 Minderjährigen, darunter 4 Mädchen, waren am 18. April angekommen und zunächst für eine zweiwöchige Corona-Quarantäne in Niedersachsen untergebracht worden. Die Quarantäne endet an diesem Freitag, so dass anschließend die Verteilung in die Bundesländer erfolgen kann.

Insgesamt hatten sich zehn EU-Staaten bereiterklärt, zusammen rund 1600 Kinder und Jugendliche aus den überfüllten Flüchtlingslagern auf den Ägäis-Inseln aufzunehmen. Neben Deutschland hat bislang nur Luxemburg zwölf Minderjährige aufgenommen. Aus der EU-Kommission hieß es, 50 Kinder und Jugendliche könnten im Mai nach Portugal umsiedeln.

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