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Hessens Bauern sehnen sich nach Regen für die Ernte

10.07.2019 - Für das Erntejahr zeichnen sich wegen anhaltender Trockenheit geringere Erträge in der hessischen Landwirtschaft ab. Auch mit Blick auf Futtermittel sieht es schlecht aus, befürchtet der Bauernverband.

  • Erntereife Wintergerste steht auf einem Feld. Foto: Uwe Anspach/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Erntereife Wintergerste steht auf einem Feld. Foto: Uwe Anspach/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Friedrichsdorf (dpa/lhe) - Hält die trockene Witterung an, könnten die Erträge auf den hessischen Äckern in diesem Jahr eher bescheiden ausfallen. «Wenn es weiterhin so trocken bleibt, leiden die Pflanzen. Und damit leidet auch die Ernte», sagte ein Sprecher des Hessischen Bauernverbands. Das betreffe vor allem Kartoffeln, Mais und Zuckerrüben. «Bisher ist zwar noch nichts verloren, aber die Felder brauchen dringend Wasser», sagte der Sprecher weiter. Das gelte etwa für Mais, zu dessen Kolbenbildung dringend Wasser benötigt wird. Mit Blick auf den Winter-Weizen müsse man aufgrund der anhaltenden Trockenheit mit einer Ertragsminderung rechnen.

Temperaturen über 30 Grad hätten zu einer vorzeitigen Reife der Pflanze geführt. Das verkürze die Kornfüllungsphase, was wiederum den Ertrag mindere. Besser sehe es bei der Winter-Gerste aus. Da hier der Reifeprozess größtenteils abgeschlossen gewesen sei, als die Trockenheit den heißen Juni beherrscht habe, rechne man 2019 mit einen durchschnittlichen Ertrag. Indes könnte sich anhaltende Trockenheit auch auf die Versorgung der Nutztiere auswirken.

Zwar seien die ersten beiden Grünlandschnitte relativ gut ausgefallen. Der für Vieh-Betriebe notwendige dritte und vierte Schnitt könne sich wegen der Trockenheit jedoch als problematisch erweisen. Es sehe aktuell nicht so aus, als lasse sich die 2018 entstandene Versorgungslücke bei Tiernahrung ausgleichen, hieß es. Der Sprecher sprach in diesem Zusammenhang von einem «Déjà-vu». Auf den vertrockneten Flächen sehe ähnlich aus wie bereits 2018. «Es besteht die Gefahr, dass Futter erneut knapp wird», sagte er.

Für Sorgenfalten bei den Landwirten sorge auch die Entwicklung beim Winter-Raps - und das schon zum dritten Mal in Folge. So sei es im Jahr 2017 für die Aussaat viel zu feucht gewesen, man habe die Felder kaum befahren können. Und 2018 sei es zu trocken gewesen, so dass die Saatkörner vielfach nicht keimten. Deshalb, aber auch wegen sinkender Preise, sei die Anbaufläche für Raps in Hessen deutlich gesunken, sagte der Sprecher des Bauernverbands. Demnach stehen zur Ernte 2019 noch etwa 35 000 Hektar bereit. 2018 sei die Nutzpflanze auf 55 000 Hektar angebaut worden. Noch sei nicht ausgemacht, wie sich Raps 2019 entwickeln wird. «Erst wenn die Mähdrescher über das Feld gefahren sind, können wir etwas zum Ertrag sagen», sagte der Sprecher.

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