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Straßenkarneval: einige Umzüge trotz Volkmarsen

25.02.2020 - Der schlimme Vorfall in Volkmarsen mit vielen Verletzten wirkt bei vielen Karnevalisten in Hessen nach. In einigen Städten lassen die Narren geplante Fastnachtsumzüge ausfallen. Andere dagegen wollen sich das Feiern nicht nehmen lassen.

  • Luftballons als Überbleibsel vom Karneval hängen an einer Mauer in Volkmarsen. Foto: Uwe Zucchi/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Luftballons als Überbleibsel vom Karneval hängen an einer Mauer in Volkmarsen. Foto: Uwe Zucchi/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wiesbaden/Fritzlar (dpa/lhe) - Nach dem Vorfall beim Rosenmontagsumzug in Volkmarsen haben die Karnevalisten in Hessen eine Reihe geplanter Umzüge für Dienstag abgesagt - aber viele halten auch an ihren Plänen fest. So sollte der Fastnachtszug durch den Frankfurter Stadtteil Heddernheim trotz der Tat in Volkmarsen wie geplant stattfinden, wie ein Sprecher der Zuggemeinschaft «Klaa Paris» sagte. «Wir wollen uns die Fastnacht nicht nehmen lassen.» Man habe sich mit der Polizei abgestimmt und das Sicherheitskonzept überprüft. Das bestätigte auch der Polizeisprecher. In Volkmarsen war ein Autofahrer in einen Rosenmontagsumzug gefahren. 52 Menschen wurden verletzt, darunter auch viele Kinder.

Das hessische Innenministerium teilte am Dienstag mit, dass es keine konkreten Hinweise darauf gebe, dass sich die Gefährdungslage nach den Vorkommnissen in Nordhessen für die noch geplanten Umzüge im Land erhöht habe. Die Veranstalter wurden jedoch nachdrücklich aufgefordert, ihre Sicherheitskonzepte nochmals zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen.

Anders als in Heddernheim fällt der Kinderumzug in Wiesbaden-Frauenstein aus, wie die Polizei Westhessen via Twitter berichtete. Auch in Fritzlar habe man sich schweren Herzens den Empfehlungen der Polizei gebeugt, die aus Sicherheitsgründen zu einer Absage des Kinderumzugs geraten habe, sagte der Präsident des Vereins «Die Eddernarren», Otto May, der Deutschen Presse-Agentur.

Dabei habe es ein umfassendes Sicherheitskonzept mit Betonklötzen an den Zufahrtwegen und schweren, mit Sand und Kies beladenen Lkw gegeben, sagte May. Statt des Umzuges könnten die Teilnehmer nun zu einer Fastnachtsveranstaltung in die Stadthalle kommen. Abgesagt wurde auch der Umzug in Mittel-Gründau im Main-Kinzig-Kreis, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung sagte. Eine Absage gab nach Angaben der örtlichen Ordnungsamtsleiterin auch in Brachtteil-Hellstein.

Dagegen soll der Umzug in Dieburg als einer der größten im Bundesland stattfinden. «Wir wollen ein Signal gegen all das Destabiliserende setzen», sagte der 1. Vorsitzende des Karnevalverein Dieburg, Günter Hüttig. In den sozialen Medien habe der Verein am Dienstag gegen Gerüchte angearbeitet, der Umzug mit 111 Nummern würde ausfallen. Hüttig rechnet mit 50 000 Besuchern.

Unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen findet auch der Fastnachtsumzug in Heusenstamm statt, wie die Stadt auf ihrer Homepage mitteilte. Verwaltung und Vertreter der Polizei hätten die Sicherheitslage neu bewertet und sich gegen eine Absage entschieden. Auch in Rodgau-Jügesheim, Erbach im Odenwald und in Friedberg hielten die Veranstalter an den geplanten Umzügen fest.

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