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In Shisha-Bars taucht regelmäßig illegaler Tabak auf

15.12.2019 - Junge Leute sitzen gesellig zusammen und rauchen Wasserpfeife. So harmlos geht es in Shisha-Bars nicht immer zu, wie Polizeiberichte zeigen. Nach jeder Kontrolle gibt es Anzeigen - manche Läden müssen wegen Gesundheitsgefahren direkt dicht gemacht werden.

  • Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) kommt zu einer Sitzung. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) kommt zu einer Sitzung. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wiesbaden/Kassel/Raunheim/Frankfurt (dpa/lhe) - In Hessen gibt es inzwischen 444 Shisha-Bars. Dies geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Fraktion im hessischen Landtag hervor. Zwei weitere dieser Gaststätten, in denen sich meist Jugendliche zum Wasserpfeiferauchen treffen, sind in Planung. Nach den Angaben von Innenminister Peter Beuth (CDU) führen alle hessischen Polizeipräsidien seit mehreren Jahren Kontrollen speziell in Shisha-Bars durch. Dabei arbeite die Polizei mit Zoll, Steuerfahndung, Gewerbeamt, Bauamt und auch den städtischen Ordnungsämtern zusammen.

Dies habe zum Ziel, sogenannte «360-Grad-Kontrollen» zu ermöglichen, erläuterte der Minister. Denn die Bars müssten beispielsweise auch Bestimmungen des Jugendschutzes und Hygieneregeln des Lebensmittelrechts einhalten. Über Häufigkeit und Ergebnis der Kontrollen gibt es laut Beuth keine Statistiken. Der Minister erklärte, dass regelmäßig sowohl unversteuerter als auch gestreckter Tabak entdeckt oder Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt würden. In diesen Fällen seien Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.

In der Vergangenheit war es in Shisha-Bars in Deutschland mehrfach bei Gästen und Mitarbeitern zu lebensbedrohlichen Vergiftungen durch das farb-, geruchs- und geschmacklose Kohlenmonoxid (CO) gekommen, das beim Rauchen von Wasserpfeifen entsteht.

Ende Oktober beispielsweise hatte die Kasseler Polizei gemeinsam mit Zoll und Ordnungsamt Shisha-Bars kontrolliert. Das Ergebnis: 30 Anzeigen wegen verschiedener Verstöße. Eine Shisha-Bar musste wegen gesundheitlicher Gefahren durch einen zu hohen CO-Wert vorübergehend geräumt werden, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten des Zolls stellten bei den Kontrollen mehr als 30 Kilo Tabak wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung sicher.

In allen kontrollierten Shisha-Bars in Kassel monierten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes teils gravierende bauliche und hygienische Mängel. «Wie das Ergebnis der gemeinsamen Aktion deutlich zeigt, werden derartige Kontrollen auch in Zukunft erforderlich sein», resümierte der Polizeisprecher.

Ebenfalls Ende Oktober tauchten bei Kontrollen in mehreren Shisha-Bars im südhessischen Raunheim 35 Kilogramm unversteuerter oder nicht vorschriftsmäßig verpackter Tabak auf. Ein Gast habe einen verbotenen Schlagring bei sich getragen und eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz erhalten, teilte die Polizei mit. Außerdem fehlten ein Dutzend Rauchmelder und Feuerlöscher. Dagegen gab es in zwei Fällen nicht angemeldete Glücksspielautomaten, die stillgelegt wurden.

Im März dieses Jahres machten Ordnungsamt und Polizei in Frankfurt eine Shisha-Bar komplett und ein Lokal vorübergehend dicht. In dem einen Fall war die Kohlenmonoxid-Konzentration in der Luft gefährlich hoch, in dem zweiten entdeckten die Kontrolleure «eklatante Hygienemängel» mit starkem Ungezieferbefall.

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