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Islamischer Religionsunterricht: AfD fordert Aus für Ditib

28.02.2019 - Wiesbaden (dpa/lhe) - Die hessische AfD-Landtagsfraktion hat die Landesregierung aufgefordert, beim islamischen Religionsunterricht die Zusammenarbeit mit dem Moscheenverband Ditib sobald wie möglich zu beenden. Die Religionsgemeinschaft werde wegen ihrer Nähe zur türkischen Regierung von deutschen Sicherheitsbehörden kritisch gesehen, sagte der AfD-Abgeordnete Rolf Kahnt am Donnerstag in Wiesbaden.

  • Das Logo der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e. V. (Ditib) ist auf einer Fahne zu sehen. Foto: Marijan Murat/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e. V. (Ditib) ist auf einer Fahne zu sehen. Foto: Marijan Murat/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Außerdem werde nach den Vorgaben von Ditib nur im Sinne der sunnitischen Glaubenslehre unterrichtet - andere Strömungen im Islam blieben unbeachtet, kritisierte Kahnt.

Die bildungspolitische Sprecherin der Linken-Fraktion, Elisabeth Kula, nannte eine Zusammenarbeit mit einem Verband, «auf den die türkische Regierung Zugriff hat» angesichts der «katastrophalen Menschenrechtssituation» in der Türkei «nicht hinnehmbar».

Allerdings dürfe ein mögliches Ende der Kooperation mit Ditib nicht zu einem Ende des bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichtes führen, betonte Kula und warf der AfD vor, genau dieses Ziel zu verfolgen. Der AfD-Antrag im Landtag sei an «Dreistigkeit und Heuchelei» nicht zu überbieten.

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hatte vor wenigen Tagen Zweifel an der Eignung von Ditib als Kooperationspartner geäußert. Er kündigte ein neues Unterrichtsangebot in alleiniger Verantwortung des Landes an. Noch in diesem Jahr soll eine endgültige Entscheidung gefällt werden, ob der Moscheeverband Kooperationspartner bleibt.

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