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Johanna-Prozess: Verteidigung plädiert auf Totschlag

09.11.2018 - Gießen (dpa/lhe) - Im Prozess um den fast 20 Jahre zurückliegenden gewaltsamen Tod der kleinen Johanna soll der Angeklagte nach dem Willen der Verteidigung nicht wegen Mordes, sondern wegen Totschlags verurteilt werden. Zudem solle der 42-Jährige wegen seines Drogenkonsums in einer Entziehungsklinik untergebracht werden, forderte die Verteidigung am Freitag vor dem Landgericht Gießen in ihrem Plädoyer. Zuvor hatten die Staatsanwaltschaft und die Nebenklage eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes gefordert.

  • Ein Mann wird zur Anklagebank im Landgericht in Gießen geführt, wo ihm ein Polizist die Handschellen abnimmt. Foto: Boris Roessler/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mann wird zur Anklagebank im Landgericht in Gießen geführt, wo ihm ein Polizist die Handschellen abnimmt. Foto: Boris Roessler/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der 42-Jährige ist angeklagt, im September 1999 die damals achtjährige Johanna aus Ranstadt (Wetteraukreis) entführt, missbraucht und getötet zu haben. Der Angeklagte hatte zu Beginn des Prozesses vor rund einem halben Jahr die Entführung eingeräumt, den Tod des Kindes aber als Unfall dargestellt. Das Urteil wird am 19. November gesprochen.

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