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Kirchendezernent skeptisch zu muslimischem Schwimmbad

15.12.2019 - Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Der Frankfurter Kirchendezernent Uwe Becker (CDU) betrachtet die Initiative zum Bau eines muslimischen Schwimmbads mit Skepsis. «Ich halte nichts von einem eigenständigen Schwimmangebot für Muslime, weil das genau das Gegenteil von Integration bewirkt», sagte der für Glaubensgemeinschaften zuständige Dezernent der Deutschen Presse-Agentur. «Natürlich sind religiöse Aspekte, gerade wenn es um das Zeigen nackter Haut geht, für einige tatsächlich gravierende Fragen.» Durch die Trennung der Geschlechter werde dies aber nicht gelöst.

  • Bürgermeister und Kirchendezernent von Frankfurt Uwe Becker (CDU) spricht bei einer Veranstaltung. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bürgermeister und Kirchendezernent von Frankfurt Uwe Becker (CDU) spricht bei einer Veranstaltung. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Er wolle vielmehr zu mehr Öffnung ermuntern, sagte Becker. Er sei daher auch kein großer Anhänger eines Ausbau des Frauenschwimmens in den städtischen Schwimmbädern. «Man sollte schauen, dass man gesellschaftlicher Trennung keinen Vorschub leistet.» Das Schwimmbad könne da der erste Anstoß sein, aber auch Sportangebote, bei denen sich Jungen und Mädchen begegneten oder andere Freizeitangebote.

Der Frankfurter Abdullah Zeran war Ende November mit seiner Initiative für den Bau eines Schwimmbads für Muslime an die Öffentlichkeit getreten. Er hofft auf Spenden und Geldgeber - und auf Sponsoring etwa durch die großen Arbeitgeber in Stadt und Region. «Wenn sich die Großbetriebe an dem Projekt beteiligen, würde ich nach der Entstehung für die Mitarbeiter unabhängig von der Religionszugehörigkeit beim Eintrittspreis 50 Prozent Nachlass anbieten», sagte er.

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