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Kirchenpräsident: Länder sollen mehr Flüchtlinge aufnehmen

19.09.2020 - Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) setzt sich dafür ein, mehr Flüchtlinge aus dem zerstörten griechischen Lager Moria aufzunehmen. Kirchenpräsident Volker Jung appellierte am Samstag an Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).

  • Volker Jung spricht bei einer Veranstaltung. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Volker Jung spricht bei einer Veranstaltung. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Es sei «beschämend für ein Europa, das sich auch als Wertegemeinschaft versteht», dass nicht mehr Flüchtlinge als bislang vereinbart aufgenommen würden, sagte Jung vor der in Offenbach tagenden Kirchensynode. Schon im März hatte er darum gebeten, dass Hessen die Aufnahme von 1000 Geflüchteten und Rheinland-Pfalz von 650 Hilfesuchenden zusagt.

Nach dem Großbrand im Lager Moria auf der Insel Lesbos in der Nacht zum 9. September waren gut 12 000 Migranten obdachlos geworden. Deutschland hatte nach der Brandkatastrophe angekündigt, 1553 Flüchtlinge von fünf griechischen Inseln aufzunehmen. Es handele sich dabei um 408 Familien mit Kindern, die in Griechenland bereits als schutzbedürftig anerkannt wurden.

Die Synode verabschiedete am Samstag auch einen Nachtragshaushalt für das laufende Jahr. Durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie rechnet die EKHN in diesem Jahr damit, dass sie 60 Millionen Euro weniger einnimmt. Darunter seien alleine 50 Millionen Euro weniger Kirchensteuern als ursprünglich geplant, berichtete die EKHN. Erwartet werden jetzt nur noch rund 480 Millionen Euro. Der überarbeitete Haushalt plant Ausgaben von 690 Millionen Euro.

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