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Klose: Eingeschränkter Kita-Regelbetrieb gut angelaufen

23.06.2020 - Die Kita-Betreuung ist weiter ein Zankapfel in Hessen. Sozialminister Klose bleibt bei seinem Zeitplan für die vollständige Öffnung der Betreuungsangebote für die Vorschulkinder.

  • Kai Klose (Bündnis 90/Die Grünen), Gesundheits- und Sozialminister des Landes Hessen. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kai Klose (Bündnis 90/Die Grünen), Gesundheits- und Sozialminister des Landes Hessen. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sozialminister Kai Klose (Grüne) hat den Zeitplan zur vollständigen Öffnung der Kitas in Hessen gegen Kritik der Opposition verteidigt. Rund 63 Prozent der Kinder würden bereits wieder in den Kitas betreut, sagte Klose am Dienstag im hessischen Landtag in Wiesbaden. Der eingeschränkte Regelbetrieb sei gut angelaufen, vielerorts laufe der Betrieb bereits wieder normal. In Absprache mit den Trägern werden die Kindertagesstätten im Land dann vom 6. Juli an wieder vollständig öffnen und den Regelbetrieb aufnehmen.

FDP-Fraktionschef René Rock mahnte dagegen an, die vollständige Kita-Öffnung früher zu veranlassen. «Es kann mir niemand ernsthaft begründen, weshalb unsere Kinder zwar in die Grundschule, aber nicht in die Kita gehen dürfen.» Maßnahmen für Hygiene, Abstand, kleine Gruppen und Tests könnten für die Kitas genauso entwickelt und umgesetzt werden wie für die Grundschule. Wenn bis zum 6. Juli oder noch länger gewartet werde, habe ein Großteil der Kinder knapp vier Monate lang keine Kita besucht.

«Wir müssen alles tun, damit die Corona-Krise nicht zur Bildungskrise wird», betonte der Fraktionsvorsitzende. Zudem hätten viele berufstätige Eltern in der Corona-Krise ihren Urlaubsanspruch aufgebraucht. Deshalb seien auch Regelungen für die Schließzeiten in den Sommerferien erforderlich. Die Pläne der schwarz-grünen Landesregierung für eine bessere Qualität und mehr Personal in den Kitas bezeichneten Rock und andere Oppositionspolitiker in der Aussprache im Plenum als nicht ausreichend.

Der Sozialminister verteidigte dagegen den Gesetzesentwurf der Landesregierung. Dieser werde in Zukunft für mehr Erzieher sorgen, so dass es auch mehr Zeit für jedes Kind gebe. Verankert werden soll, dass die Kita-Leitung künftig mehr Zeit für klassische organisatorische und pädagogische Aufgaben hat und diese Leitungsfreistellung angerechnet wird. Zudem soll der für Krankheit, Urlaub oder Fortbildungen vorgesehene Anteil in der Berechnung des Personalbedarfs für die Kita erhöht werden. Damit verbessere das Land die Fachkraft-Kind-Relation und erhöhe so die Qualität von Bildung und Betreuung.

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