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Lambrou und Herrmann stehen an Spitze der AfD Hessen

12.10.2019 - An der Spitze der hessischen AfD ändert sich personell nichts. Die Wahlergebnisse für die Doppelspitze sind aber auch nach dem Einzug der Partei in den hessischen Landtag nicht besonders deutlich.

  • Robert Lambrou, einer der beiden amtierenden Landesvorsitzenden der AfD Hessen. Foto: Andreas Arnold/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Robert Lambrou, einer der beiden amtierenden Landesvorsitzenden der AfD Hessen. Foto: Andreas Arnold/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Neuhof (dpa/lhe) - Die hessische AfD wird weiter von einer Doppelspitze geführt. Robert Lambrou und Klaus Herrmann wurden auf dem Landesparteitag im osthessischen Neuhof am Samstag für weitere zwei Jahre zu gleichberechtigten Vorstandssprechern gewählt. Vor dem Veranstaltungsort demonstrierten linke Gruppen lautstark und mit Pfiffen friedlich gegen die Rechtspopulisten.

Der 52-jährige Lambrou, der auch AfD-Fraktionsvorsitzender im hessischen Landtag ist, bekam 58,7 Prozent der abgegebenen Delegiertenstimmen (2017: 56 Prozent). Der 59 Jahre alte Herrmann erreichte in einer Stichwahl ein Ergebnis von 50,1 Prozent. Bei der Wahl vor zwei Jahren hatte der Vize-Fraktionschef noch 55 Prozent der Stimmen erzielt.

Die hessische AfD ist mit rund 3100 Mitgliedern nach eigenen Angaben bundesweit der viertgrößte Landesverband der Rechtspopulisten. Die drei größten Landesverbände der AfD gebe es in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern.

Zum Auftakt des Landesparteitags wies der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen die Kritik an seiner Partei nach dem terroristischen Anschlag von Halle deutlich zurück. Die Innenminister versuchten, «mit ihren so abstoßenden wie inhaltlich komplett unbegründeten Angriffen gegen die AfD von ihrem eigenen fundamentalen Versagen abzulenken». Es habe ein fundamentales Staatsversagen beim Schutz der Synagoge gegeben. Der Staat hätte die Pflicht gehabt, alle Synagogen wegen der bekannten Bedrohungslage bewaffnet zu schützen, betonte Meuthen. Die AfD stehe zum jüdischen Leben in Deutschland und zu Israel.

Am Mittwoch hatte ein schwer bewaffneter Mann versucht, in die Synagoge von Halle einzudringen, in der rund 50 Gläubige den wichtigsten jüdischen Feiertag begingen. Als der Plan misslang, erschoss der Täter eine 40 Jahre alte Frau und einen 20-jährigen Mann. Auf seiner Flucht verletzte er ein Ehepaar durch Schüsse schwer. Der 27-jährige Deutsche hat die Tat gestanden und dabei antisemitische und rechtsextreme Motive eingeräumt. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Wenn nun als Reaktion auf die Tat ein schärferer staatlicher Kampf gegen Rechtsextremismus angekündigt werde, dann sei das richtig und absolut notwendig, sagte der Parteivorsitzende. Die AfD schließe sich dieser Forderung nachdrücklich und ohne Einschränkung an. Der Staat dürfe keine Toleranz gegen gewaltbereiten Extremismus zeigen, sei es von rechts, links oder aus dem islamistischen Milieu. Nach dem Anschlag von Halle hatte es Kritik gegeben, wonach die AfD eine Mitschuld an der Tat habe.

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