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Land kündigt neue Wohnungen für Ballungsraum Rhein-Main an

27.05.2019 - Die Mieten in Hessen sind insbesondere in den eng besiedelten Gebieten in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Nun will die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft verstärkt neuen Wohnraum für Einkommensschwache schaffen.

  • Ein Kran und die Umrisse eines Daches sind als Silhouette im Gegenlicht zu erkennen. Foto: Janne Kieselbach/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Kran und die Umrisse eines Daches sind als Silhouette im Gegenlicht zu erkennen. Foto: Janne Kieselbach/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft treibt den Bau von bezahlbaren Wohnungen und Sozialwohnungen voran. Etwa 5000 neue Wohnungen, insbesondere im Rhein-Main-Gebiet, sollen in den nächsten Jahren fertig gebaut werden, wie der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Montag in Wiesbaden ankündigte. «Alle diese Wohnungen haben eins gemeinsam: Wir werden sie alle deutlich unter Marktpreis vermieten», sagte der 48-Jährige. Einige der Wohnungen befänden sich derzeit im Bau. Noch in diesem Jahr können nach Angaben des Ministeriums die ersten Mieter einziehen. Er betrachte die Bauprojekte als einen wichtigen Beitrag des Landes auf einem angespannten Mietmarkt, sagte Al-Wazir.

Auch den seit Jahren sinkenden Bestand an Sozialwohnungen will der Minister aufstocken. Jedes Jahr fallen mehr Sozialwohnungen aus der sogenannten Sozialbindung. Das bedeutet, der Eigentümer ist nach einer vorher vereinbarten Frist nicht länger verpflichtet, die Wohnung als Sozialwohnung anzubieten. 2018 seien in Hessen mehr als 6000 Wohnungen davon betroffen gewesen, sagte Al-Wazir. Im vergangenen Jahr gab es in Hessen 80 000 Sozialwohnungen.

Sozialwohnungen sind Wohnungen, die durch das Land gefördert werden. Sie sind für Menschen reserviert, deren Einkommen eine bestimmte Grenze nicht überschreiten.

Um den Eigentümern einen finanziellen Anreiz zu bieten, ihre Wohnungen weiter als Sozialwohnungen zu vermieten, zahle das Land dem Vermieter Geld, sagte der Minister. 2018 wurden dafür etwa vier Millionen Euro aufgewendet. 463 Wohnungen konnten so als Sozialwohnung erhalten werden.

Bis 2024 wolle das Land außerdem 2,2 Milliarden Euro in den Bau neuer Sozialwohnungen stecken, sagte Al-Wazir. Das genüge für 20 000 geförderte Wohnungen, in denen mehr als 60 000 Menschen leben könnten, teilte das Wirtschaftsministerium mit.

Probleme bereite der landeseigenen Nassauischen Heimstätte nicht das Geld, sagte Constantin Westphal von der Geschäftsführung. Schwierig sei, geeignete Flächen für den Wohnungsbau zu finden. Viele der bereits erworbenen Flächen müssten erst für den Wohnungsbau zugelassen werden. Einige gälten noch als Gewerbegebiete oder Konversionsflächen. Eine Umwandlung in Wohnfläche dauere in vielen Kommunen jedoch länger als erhofft.

Mit Blick auf die langfristige Zukunft sagte Al-Wazir, das Land und die Wohnungsbaugesellschaft wollten 15 000 Wohnungen bereitstellen. Wann der Bau abgeschlossen sein soll, ließ er offen. Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Jürgen Lenders, nannte die Ankündigungen einen «kleinen Beitrag» zur Mietpreisdämpfung. In Anbetracht der fehlenden 400 000 Wohnungen bis 2035 könne er jedoch nicht das Problem auf dem Wohnungsmarkt lösen. Lenders bezog sich dabei auf eine Studie des Hannoveraner Pestel-Instituts aus dem Jahr 2018.

Die Nassauische Heimstätte ist mit rund 60 000 Wohnungen die größte soziale Wohnungsbaugesellschaft in Hessen.

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