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B.Braun durch schwache Auslandswährungen gebremst

22.03.2019 - Melsungen (dpa) - Wechselkursschwankungen haben den Medizintechnik-Hersteller B.Braun viel Geld gekostet. «2018 war zufriedenstellend. Was uns nicht gefallen hat, ist das Ergebnis», sagt der scheidende Vorstandschef Heinz-Walter Große bei der Jahrespressekonferenz am Freitag in Melsungen. Schwankungen ausländischer Währungen belasteten das Ergebnis des weltweit produzierenden Unternehmens mit über 100 Millionen Euro. So blieb vom wachsenden Umsatz im Ausland nach Umrechnung in Euro oft kaum etwas übrig.

  • Schriftzug des Medizintechnik-Herstellers B. Braun Melsungen. Foto: Uwe Zucchi/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Schriftzug des Medizintechnik-Herstellers B. Braun Melsungen. Foto: Uwe Zucchi/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Lateinamerika drückten Wertverluste der lokalen Währungen den Umsatz sogar ins Minus, obwohl ohne diesen Effekt gerechnet ein Zuwachs von über neun Prozent verzeichnet wurde.

Insgesamt legte der Medizintechnikhersteller in allen Geschäftsbereichen zu. Am stärksten wuchs die Dialysesparte. Insgesamt stieg der Umsatz von B.Braun gegenüber dem Vorjahr nur leicht auf 6,91 Milliarden Euro (Vorjahr 6,79 Milliarden) und blieb unter den angepeilten sieben Milliarden. Der Konzerngewinn sank von 412 auf 328 Millionen Euro. Im laufenden Jahr will B.Braun weiter wachsen, fünf bis sieben Prozent sind das Ziel.

Für den 66-jährigen Vorstandschef Große war es die letzte Jahresbilanz. Anfang April übernimmt Anna Maria Braun (39) den Chefposten. Sie war bisher für das Asien-Pazifik-Geschäft verantwortlich und ist die Tochter des Aufsichtsratsvorsitzenden und früheren B.Braun-Chefs Ludwig Georg Braun.

B.Braun stellt in 64 Ländern unter anderem Kanülen, Nährlösungen, chirurgische Instrumente und Pflaster her. Der Sitz des Unternehmens liegt in der nordhessischen Kleinstadt Melsungen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg 2018 auf knapp 64 000 weltweit (Vorjahr 61 583), davon 15 860 Beschäftigte in Deutschland. Ein Grund für das Plus war die Inbetriebnahme eines Werks für Dialysefilter in Wilsdruff (Sachsen).

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